Struktur- und Prozessqualitätsanforderungen

Hohe Anforderungen an die Krankenhäuser

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legt in seinen Richtlinien nach § 136 Abs. 1 Nr. 2 SGB V auch Mindestanforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität fest. Dies erfolgt insbesondere für aufwendige medizinische Leistungen, so zum Beispiel in den Richtlinien zu minimalinvasiven Herzklappeninterventionen (MHI-RL), zum Bauchaortenaneurysma (QBAA-RL), zur Kinderherzchirurgie (KiHe-RL) und zur Versorgung von Früh- und Reifgeborenen (QFR-RL).

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Rahmen seiner Methodenbewertung die Möglichkeit, auf eine abschließende Entscheidung unter Aussetzung des Beratungsverfahrens vorerst zu verzichten. Dies ist dann der Fall, wenn der Nutzen der Methode zwar noch nicht als hinreichend belegt angesehen werden kann, eine aussagefähige Studienlage aber in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Dies erfolgt in der Erwartung, dass innerhalb einer vom Plenum hierfür zu setzenden Frist der Nachweis des Nutzens mittels klinischer Studien geführt werden kann. Diese Beschlussfassung soll laut Verfahrensordnung des G-BA mit Anforderungen an die Strukturqualität, Prozessqualität und/oder an die Ergebnisqualität der Leistungserbringung gemäß § 136 SGB V sowie an eine hierfür notwendige Dokumentation verbunden werden.

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