Das Krankenhaus - Schutzraum und Ort kompetenter Hilfe

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor (sexueller) Gewalt ist für die Deutsche Krankenhausgesellschaft ein wichtiges Anliegen. Krankenhäuser sollen Schutz und Hilfe bieten, darauf müssen sich Kinder und ihre Eltern verlassen können.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft unterstützt die Krankenhäuser bei der Umsetzung von Schutzkonzepten und ist daher seit 2019 maßgeblich am E-Learning-Projekt ECQAT beteiligt. Durch die finanzielle Beteiligung der Deutschen Krankenhausgesellschaft wird allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kliniken ermöglicht, sich kostenfrei mit den beiden Online-Kursen „Schutzkonzepte in Organisationen – Schutzprozesse partizipativ und achtsam gestalten“ und „Leitungswissen Kinderschutz in Institutionen – ein Online-Kurs für Führungskräfte“ fortzubilden.

Die DKG engagiert sich als Stimme der Krankenhäuser im Kinderschutz. Wir haben ein Monitoring des Deutschen Jugendinstituts zur Umsetzung von Schutzkonzepten in Krankenhäusern unterstützt und begleitet. An der Leitlinie „Kinderschutz“ waren wir beteiligt, und seit 2017 ist die DKG Mitglied im Beirat der Medizinischen Kinderschutzhotline. Die Medizinische Kinderschutzhotline berät 24 Stunden am Tag medizinisches Fachpersonal in allen Fragen von Kindesmisshandlung, sexuellen Kindesmissbrauch und Vernachlässigung. Die DKG arbeitet eng mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung zusammen und hat als Grundlage des Engagements eine Vereinbarung mit ihm geschlossen.

Mit dem Beschluss zur Aufnahme von Regelungen zu Schutzkonzepten für Kinder und Jugendliche in der Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 16. Juli 2020 wird einmal mehr der Bedeutung des Kinderschutzes Rechnung getragen. Kliniken, aber auch niedergelassene Ärzte und Zahnärzte müssen sich gezielt mit Prävention und Maßnahmen bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch befassen. Mit diesem Beschluss folgt der G-BA einem Antrag der DKG. Die Ergänzung der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben das Ziel, Missbrauch und Gewalt, insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen wie Kindern, Jugendlichen und hilfsbedürftigen Personen vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen für geeignete Maßnahmen und Sensibilisierung der Teams in einem Schutzkonzept zu finden. 

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