Mindestmengen

Gesteigerte Behandlungsroutine als Instrument der Qualitätssicherung

In der am 12. April 2018 in Kraft getretenen Verfahrensordnung des Gemeinsamen Bundesausschusses ist das Verfahren zur Festlegung von Mindestmengen verbindlich geregelt. Die DKG beteiligt sich aktiv an der Diskussion über Mindestmengen und hält diese für ein anerkanntes Instrument der Qualitätssicherung. Insbesondere bei der Erbringung von komplexen Leistungen und Eingriffen kann eine Mindestmengenvorgabe häufig die Qualität des Behandlungsergebnisses aufgrund gesteigerter Behandlungsroutine, -erfahrung und -sicherheit verbessern und das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko kann dadurch verringert werden. Die Einführung einer Mindestmenge bedeutet allerdings nicht in jedem Fall eine Qualitätsverbesserung. Die DKG ist stets darauf bedacht, auch die damit einhergehenden unerwünschten negativen Auswirkungen mittels umfassender Auswirkungsanalysen zu bewerten sowie eine Zweckentfremdung von Mindestmengen zu Strukturbereinigungszwecken auszuschließen.

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