Qualitätsabhängige Vergütung

Qualitätsverträge für ausgewählte Leistungsbereiche

Qualitätszu- und -abschläge
Gemäß §136 b Abs. 1 Nr. 5 i.V. m. Abs. 9 SGB V fasst der G-BA Beschlüsse über einen Katalog von Leistungen oder Leistungsbereichen, die sich für eine qualitätsabhängige Vergütung mit Zu- und Abschlägen eignen, sowie Qualitätsziele und Qualitätsindikatoren. Der G-BA regelt zudem ein Verfahren, das den Krankenkassen und den Krankenhäusern ermöglicht, auf der Grundlage der beschlossenen Festlegungen Qualitätszuschläge für außerordentlich gute und Qualitätsabschläge für unzureichende Leistungen zu vereinbaren.

Qualitätsverträge

Nach den Vorgaben des § 110a Abs. 1 SGB V sollen in den folgenden vom G-BA gemäß § 136b Abs. 1 Nr. 4 SGB V beschlossenen vier Leistungen oder Leistungsbereichen zwischen Krankenkassen oder Zusammenschlüssen von Krankenkassen mit dem Krankenhausträger Qualitätsverträge geschlossen werden:

  • Endoprothetische Gelenkversorgung
  • Prävention des postoperativen Delirs bei der Versorgung von älteren Patientinnen und Patienten
  • Respiratorentwöhnung von langzeitbeatmeten Patientinnen und Patienten
  • Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen im Krankenhaus

Ein Anspruch auf Abschluss eines Qualitätsvertrages besteht nicht.
Ziel der Qualitätsverträge ist die Erprobung, inwieweit sich eine weitere Verbesserung der Versorgung mit stationären Behandlungsleistungen, insbesondere durch die Vereinbarung von Anreizen sowie höherwertigen Qualitätsanforderungen, erreichen lässt. Zur Untersuchung der Entwicklung der Versorgungsqualität wurde das IQTIG vom G-BA mit der Entwicklung und Umsetzung eines Evaluationskonzeptes beauftragt (§ 136b Abs. 8 SGBV) und es wurden bundeseinheitliche verbindliche Rahmenvorgaben für den Inhalt der Qualitätsverträge festgelegt (§ 110a Absatz 2 Satz 1 SGB V).

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