Damit aus Reformen keine Versorgungslücken werden
Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Deutschland ist seit Jahren extrem angespannt – und sie verschärft sich weiter. Rund 80 Prozent der Häuser schreiben inzwischen rote Zahlen. Eine ohnehin prekäre Lage droht sich im Herbst nochmals deutlich zuzuspitzen, wenn der im vergangenen Jahr eingeführte Rechnungszuschlag wegfällt, der bislang zumindest für eine begrenzte finanzielle Entlastung gesorgt hat.
Besonders dramatisch wird die Entwicklung durch die geplanten Maßnahmen im Rahmen des GKV-Sparpakets: Ab 2027 sollen den Krankenhäusern weitere fünf Milliarden Euro entzogen werden, in den Folgejahren zusätzlich bis zu 15 Milliarden Euro. Gleichzeitig sollen sich die Kliniken umfassend auf die Krankenhausreform vorbereiten. Es fehlt jedoch an finanzieller Stabilität und verlässlicher Planungssicherheit. Auch dringend notwendige Spielräume für Deregulierung und eigenständige wirtschaftliche Verbesserungen bleiben aus.
Vor diesem Hintergrund werden Vertreter aus der Praxis – unter anderem aus kommunalen und freigemeinnützigen Häusern – darstellen, wie sich die Situation vor Ort konkret auswirkt. Die erheblichen Belastungen für Kommunen, Landkreise sowie kirchliche Träger werden dabei deutlich werden.
Sie findet statt am: Mittwoch, 06. Mai 2026, um 12 Uhr, in der Geschäftsstelle der DKG, Wegelystraße 3, 10623 Berlin
Ihre Gesprächspartner sind:
- Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG
- Dr. Andreas Junt, Landrat des Landkreises Freudenstadt
- Marcel Koch, GeschäftsführerErzgebirgsklinikum gGmbH
- Dr. Christian von Klitzing, Hauptgeschäftsführer Alexianer
- Joachim Odenbach, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DKG
Bitte melden Sie sich verbindlich für die Teilnahme vor Ort per E-Mail pressestelle@dkgev.de an.
Die Pressekonferenz können Sie hier auch auf dieser Seite als Livestream verfolgen und über die Chatfunktion Fragen stellen. Dafür ist keine Anmeldung nötig.