Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) befürwortet den bundesweiten Krankenhaus-Protesttag der Gewerkschaft ver.di und begrüßt das Engagement der Beschäftigten bei außerordentlichen Betriebs- und Personalversammlungen. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG Dr. Gerald Gaß:
„Das Gesundheitskürzungsgesetz der Bundesregierung belastet einseitig die Patientinnen und Patienten, Leistungserbringer und natürlich die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Es ist richtig und wichtig, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute bundesweit gegen diese planlosen Kürzungen zur Wehr setzen. Dass die Bundesregierung ihren Haushalt nun auch auf dem Rücken der Beschäftigten und GKV-Versicherten sanieren will und die ausbleibende Refinanzierung von Tarifsteigerungen die wohlverdienten Gehälter unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefährdet, ist skandalös. Die Zeit der Corona-Pandemie scheint vergessen, als sich Politikerinnen und Politiker gegenseitig mit Gehaltsforderungen für Krankenhausbeschäftigte übertrafen. Nur: Schulterklopfen und Applaus reichen nicht. Eiskalt lässt die Politik nun die 1,4 Millionen Beschäftigten der Kliniken im Regen stehen. Wir unterstützen die Proteste der Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Verwaltungsangestellten, Techniker und aller anderen, die den Betrieb in den Krankenhäusern aufrechterhalten. Gleichzeitig können wir versichern, dass die Menschen, die täglichen anderen im Krankenhaus helfen, auch am Protesttag den Betrieb aufrechterhalten werden. Nicht der Klinik-Protest gefährdet die Versorgung, sondern das von der Bundesregierung geplante Kürzungsgesetz.“