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Am 17. Oktober hat der Deutsche Bundestag die Krankenhausreform der Ampel-Koalition beschlossen.
Die Folgen für die künftige Krankenhausversorgung und die finanziellen Auswirkungen für die Kliniken durch das KHVVG kommentiert der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß:
"Die im Bundestag verabschiedete Krankenhausreform ist keine Reform im Interesse der Patientinnen und Patienten in vielen Regionen unseres Landes. Das Gesetz steht für eine fortgesetzte kalte Marktbereinigung mit wegbrechenden Krankenhausstandorten, den Einstieg in die Rationierung und Wartelistenmedizin, Bürokratieaufwuchs und planwirtschaftliche Strukturen mit maximaler Zentralisierung.
Die geplante Vorhaltefinanzierung hilft weder den kleinen noch den großen Krankenhäusern in Deutschland.
Das KHVVG wird auch die wirtschaftliche Situation nicht verbessern oder die Krankenhäuser wenigstens vor weiteren Belastungen bewahren. Im Gegenteil, der finanzielle Druck durch Mehrkosten und Erlösverluste wird in den kommenden Jahren dramatisch steigen.
In 2025 liegen die Mehrbelastungen im Saldo zu den Entlastungen noch moderat bei minus 0,2 Milliarden Euro. In 2026 betragen die Mehrbelastungen im Saldo bereits 3,5 Milliarden Euro und ab dem Jahr 2027 steigen die Mehrbelastungen dann auf 9,4 Milliarden Euro an."
Übersicht der finanziellen Auswirkungen des KHVVG »
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