Wofür stehen SARS-CoV-2 und Covid-19?

Seit dem 11. Februar hat das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2. Das Akronym SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte. Auch die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, hat einen neuen Namen erhalten. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

Wie wird das neue Virus übertragen?
Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. 

Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht?
Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Viele Infizierte zeigen aber auch keinerlei Symptome.

Wie kann man sich schützen?
Wichtig im Umgang mit stark infektiösen Krankheiten ist die Einhaltung der Grundhygiene. In den Krankenhäusern wird daher auf persönliche Schutzausrüstung wie Handschuhe, Mundschutz, Kittel, aber auch regelmäßige Hände- und Flächendesinfektion geachtet. Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegserkrankungen schützen eine gute Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle angeraten. Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und sollten die Schutzmaßnahmen konsequent umsetzen. 

Wie verhalte ich mich bei Symptomen? 
Mögliche Symptome sind leider ähnlich den Symptomen einer Grippe. Menschen, die Sorge haben, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, sollten keinesfalls direkt in die Notaufnahmen oder zu ihrem Hausarzt gehen. 

Viele lokale Gesundheitsämter haben zu diesem Zweck spezielle Telefonnummern eingerichtet, unter denen möglicherweise Infizierte weitere Anweisungen und Beratung erhalten. Üblicherweise wird im begründeten Verdachtsfall ein Abstrich bei den potentiell Infizierten zuhause vorgenommen und sofort in einem Labor überprüft. Hilfe gibt auch die Nummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117. Im begründeten Verdachtsfall sollten Betroffene bis zur Abklärung vor allem Kontakte zu anderen Menschen vermeiden

Gibt es eine Impfung oder Therapie?
Es wird an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet. Bisher ist aber keine Schutzimpfung verfügbar. Noch gibt es keine Therapie gegen die Erkrankungen. Die Krankenhäuser arbeiten daher mit begleitenden Maßnahmen, bekämpfen Folgeerkrankungen, halten die Flüssigkeitsversorgung aufrecht oder geben den Patienten zusätzlichen Sauerstoff. 

Zahlt die Krankenkasse den Test auf das Coronavirus?
Seit dem 28. Februar 2020 übernehmen die Krankenkassen die Testung auf das Coronavirus in einem weiten Umfang. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Arztes, ob eine Patientin, ein Patient getestet werden sollen oder nicht.
 

Quellen und weiterführende Informationen zum Coronavirus

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