Weiterführende Informationen befinden sich im Downloadcenter des DIMDI in den Liesmich-Textdateien zu den Formaten Metadaten und Überleitung.

Wie in jedem Jahr sind in die vorläufige Fassung Änderungen eingegangen, die sich aus dem Vorschlagsverfahren für die ICD-10-GM Version 2019, dem Kalkulationsverfahren des InEK und dem jährlichen Revisionsverfahren der WHO ergeben haben. Neben redaktionellen Änderungen wurden Anpassungen von Inklusiva und Exklusiva vorgenommen, bestehende Kodes weiter differenziert und neue Kodes eingeführt sowie einzelne Kodes gestrichen. Einen Überblick über alle Änderungen der Vorabversion der ICD-10-GM Version 2019 gegenüber der ICD-10-GM Version 2018 gibt die als Anlage 1 beigefügte Aktualisierungsliste des DIMDI. Besonders hingewiesen sei hier auf folgende Änderungen:

Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen Ursprungs (A09.0)

Mit Aufnahme des Klammerzusatzes „neonatal“ bei den infektiösen Diarrhoen o.n.A. erfolgte eine Anpassung an die Version 2019 der ICD-10-WHO.

Floride Neurosyphilis (A52.1)

Zur Verbesserung der Abbildungsgenauigkeit der verschiedenen Ätiologien erfolgt die Umgestaltung des Kodes M14.6-* Neuropathische Arthropathie. Durch die Differenzierung in Charcot-Arthropathie und Tabische Arthropathie wird die Streichung der Charcot-Arthropathie und Aufnahme eines entsprechenden Exklusivums im Kode Floride Neurosyphilis (A52.1) notwendig.

Zika-Viruskrankheit (A92.5)/ Angeborene Zika-Viruskrankheit (P35.4)

Ab der Version 2019 der ICD-10-GM wird der neue ICD-Kode A92.5 Zika-Viruskrankheit etabliert. Hiervon zu unterscheiden ist der ebenfalls neu aufgenommene Kode P35.4 für die Verschlüsselung der Angeborenen Zika-Viruskrankheit samt Inklusivum Mikrozephalie durch kongenitale Zika-Viruskrankheit. Der bisher vorläufig zu verwendende Kode U06.- Zika-Viruskrankheit wird entsprechend ab der Version 2019 der ICD-10-GM gestrichen.

Chronische Virushepatitis B ohne Delta-Virus (B18.1-)

Die bisherige Abbildung der chronischen Virushepatitis B ohne Delta-Virus durch einen

vierstelligen terminalen Kode wird durch die Einführung fünf neuer fünfstelliger Kodes, die zur Verschlüsselung der Erkrankungsphasen dienen, spezifiziert.

Pneumozystose (B48.5†)

Durch die neue Verortung der Pneumozystose unter B48.- Sonstige Mykosen, anderenorts nicht klassifiziert wird hierfür der neue ICD-Kode B48.5† Pneumozystose (J17.2*) eingeführt. Der bisherige Kode B59† Pneumozystose (J17.3*) im Kodebereich B50-B64 Protozoenkrankheiten wird entsprechend gestrichen.

Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F98.8-)

Der bisher terminale vierstellige Kode F98.8 Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend wird ab der Version 2019 der ICD-10-GM in zwei neue terminale fünfstellige Kodes, nämlich F98.80 Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität mit Beginn in der Kindheit und Jugend und F98.88 Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend ausdifferenziert.

Motoneuron-Krankheit (G12.2)

Aufnahme des Inklusivums Spinobulbäre Muskelatrophie Typ Kennedy [Kennedy-Krankheit] unter die progressiv verlaufenden familiären Motoneuron-Krankheiten.

Fazialisparese (G51.0)

Ergänzung der Schlüsselnummer G51.0 Fazialisparese um den Zusatz (Fazialislähmung) (Fazialisschwäche) durch Läsion des unteren Motoneurons. Durch ein neu aufgenommenes Exklusivum wird die Kodierung einer Fazialen Parese durch Läsion des oberen Motoneurons (G83.6) ausgeschlossen.

Zentrale faziale Parese (G83.6)

Aufnahme eines neuen Kodes zur Verschlüsselung einer zentralen fazialen Parese (G83.6). Durch einen entsprechenden Zusatz ist hier die faziale Parese (Lähmung, Schwäche) durch die Läsion des oberen Motoneurons inkludiert.

Krankheiten des autonomen Nervensystems (G90.-)

Etablierung drei neuer ICD-Kodes zur Abbildung des Komplexen regionalen Schmerzsyndroms Typ I (G90.5-), des Komplexen regionalen Schmerzsyndroms Typ II (G90.6-) und des Komplexen regionalen Schmerzsyndroms, sonstiger und nicht näher bezeichneter Typ (G90.7-). Durch die spezifischeren Kodes entfällt die bisherige Verschlüsselung unter G56.8 Sonstige Mononeuropathien der oberen Extremität und G57.8 Sonstige Mononeuropathien der unteren Extremität. Weiterhin erfolgt die Aufnahme des Inklusivums Sympathischen Reflexdystrophie/ M. Sudeck, welche bei M89.0 Neurodystrophie [Algodystrophie] gestrichen wurden.

Sonstige Krankheiten des Gehirns bei anderenorts klassifizierten Krankheiten (G94.-*)

Aufnahme des neuen ICD-Kodes G94.3* Enzephalopathie bei sonstigen anderenorts klassifizierten Krankheiten. Weiterhin erfolgt die Anpassung des Inklusivums Enzephalopathie durch hypoglykämisches Koma bei dem Kode E16.1 Sonstige Hypoglycämie, das nun auf den o.g. neuen ICD-Kode verweist.

Affektionen des N. opticus, anderenorts nicht klassifiziert (H47.0)

Aufnahme des Eponyms (Foster-)Kennedy-Syndrom.

Sonstige näher bezeichnete Affektionen der Augen und der Augenanhangsgebilde bei anderenorts klassifizierten Krankheiten (H58.8*)

Zusätzlich zu den hier bereits verorteten Hinweisen zur syphilitischen Okulopathie wird das Inklusivum erweitert um Hyperthyreote [thyreotoxische] Augenkrankheit (E05.-†).

Sonstige nichttraumatische intrakranielle Blutung (I62.-)

Streichung des Klammerzusatzes (nichttraumatisch). Der neue Kodetitel zu I62.0- lautet ab der Version 2019 Nichttraumatische subdurale Blutung.

Arterienstriktur (I77.1)

Erweiterung des Inklusivums um Arterienkompression und Popliteakompressions-syndrom [popliteal artery entrapment syndrome].

Embolie und Thrombose sonstiger näher bezeichneter Venen (I82.8-)

Zur Verbesserung der Abbildungsgenauigkeit erfolgt die Neuaufnahme der spezifischen Schlüsselnummer I82.81 Embolie und Thrombose der Jugularisvene zusätzlich zu den bereits hier vorhandenen Kodes.

Ösophagusvarizen (I85.-)

Durch die Etablierung entsprechender Exklusiva bei den jeweiligen Kodes I85.0 Ösophagusvarizen mit Blutung, I85.9 Ösophagusvarizen ohne Blutung und I86.4 Magenvarizen wird klargestellt, dass die angegebenen Kodes nur zu verwenden sind, wenn keine andere zu Grunde liegende Krankheit benannt werden kann.

Sonstige Krankheiten der Atemwege (J98.-)

Einführung des neuen Kodes J98.7 Infektion der Atemwege, anderenorts nicht klassifiziert mit einem zusätzlichen Inklusivum und analog die Aufnahme von J98.7 in die Exklusiva der Kodes J06.- Akute Infektionen an mehreren oder nicht näher bezeichneten Lokalisationen der oberen Atemwege, J22 Akute Infektion der unteren Atemwege, nicht näher bezeichnet und J40 – J47 Chronische Krankheiten der unteren Atemwege.

Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des Ösophagus (K22.8-)

Im Zuge der Einführung des neuen ICD-Kodes K22.81 Ösophagusblutung wurde das gleichlautende Inklusivum bei K22.88 Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des Ösophagus gestrichen und in den Kodes K21.0 Gastroösophageale Refluxkrankheit mit Ösophagitis sowie K22.1 Ösophagusulkus ein entsprechender Hinweis auf die Verwendung des neuen ICD-Kodes K22.81 verortet.

Hernia femoralis (K41.-)

Die operative Versorgung eines Femoralhernienrezidivs ist mit einem höheren therapeutischen Aufwand verbunden. Um diesen Umstand aufwandgerecht abbilden zu können, werden ab der ICD-10-GM-Version 2019 zwei fünfte Stellen im Kodebereich K41.- eingeführt (0…nicht als Rezidivhernie bezeichnet und 1…Rezidivhernie).

Gefäßkrankheiten des Darmes (K55.-)

Für die Abbildung der 2018 noch unter K55.8- Sonstige Gefäßkrankheiten des Darmes zu kodierende Angiodysplasie des Dünndarmes werden die neuen Schlüsselnummern K55.3- Angiodysplasie des Dünndarmes mit der Differenzierung K55.31 Angiodysplasie des Dünndarmes ohne Angabe einer Blutung bzw. o.n.A. und K55.32 Angiodysplasie des Dünndarmes mit Blutung eingeführt. Die bisher verwendeten, gleichnamigen Kodes K55.81, K55.82 und K55.88 werden gestrichen.

Reizdarmsyndrom (K58.-)

Die unspezifischen Kodes K58.0 und K58.9 zur Abbildung eines Reizdarmsyndroms, bei dem lediglich nach dem Vorhandensein einer begleitenden Diarrhoe differenziert wurde, werden gestrichen. Ab der Version 2019 ist nun die Kategorisierung eines Reizdarmsyndroms nach Vorliegen einer Diarrhoe (K58.1), einer Obstipation (K58.2) oder wechselndem Stuhlverhalten (K58.3) möglich. Sonstige und nicht näher bezeichnete Formen des Reizdarmsyndroms können zukünftig mit K58.8 verschlüsselt werden.

Sonstige Krankheiten des Peritoneums (K66.-)

Eine Retroperitonealfibrose war bisher als Zuordnung über die alphabetische Version der ICD-10-GM mit N13.5 Abknickung und Striktur des Ureters ohne Hydronephrose nur unspezifisch abbildbar. Mit der Etablierung des Kodes K66.2 Retroperitonealfibrose und dem zugehörigen Eponym Morbus Ormond ist dieses Krankheitsbild nun auch klassifikatorisch darstellbar.

Fibrose und Zirrhose der Leber (K74.-)

Durch die Einführung der Zusatzkodes K74.7-! Klinische Stadien der Leberzirrhose können diese bei Vorhandensein einer mit Kodes aus dem Bereich K74.3 bis K74.6 zu verschlüsselnden Erkrankung gemäß der internationalen Child-Pugh-Klassifikation zukünftig mitkodiert werden.

Psoriasis (L40.-)

Zur aufwandsgerechten Abbildung der mittelschweren und schweren Form der Psoriasis wird in Abhängigkeit vom DLQI (Dermatologischer Lebensqualität-Index) und der BSA (Body Surface Area) bzw. des PASI (Psoriasis Area and Severity Index) der neue Zusatzkode L40.7-! Schweregrad der Psoriasis eingeführt. Die zusätzliche Schlüsselnummer kann bei den Kodes L40.0, L40.4 und L40.8 verwendet werden.

Letales Mittelliniengranulom (M31.2)

Als Sonderform eines Non-Hodgkin-Lymphoms erfolgt die Streichung der Schlüsselnummer im Kodebereich M31.- Sonstige nekrotisierende Vaskulopathien.

Schulterläsion (M75.-)

Einführung des neuen Kodes M75.6 Läsion des Labrum bei degenerativer Veränderung des Schultergelenkes. Zur zusätzlichen Abgrenzung gegenüber anderen Ursachen wird weiterhin das Inklusivum Läsion des Labrums, nicht als traumatisch bezeichnet unter diesem Kode aufgenommen.

Abknickung und Striktur des Ureters ohne Hydronephrose (N13.5)

Aufnahme eines Hinweistextes, der auf die Verwendung zusätzlicher Schlüsselnummern verweist.

Sonstige Krankheiten der Niere und des Ureters, anderenorts nicht klassifiziert (N28.-)

Um die nichttraumatische Ruptur des Nierenkelches bzw. des Nierenbeckens abbildbar zu machen, wird die vierstellige Schlüsselnummer N28.8 Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Niere und des Ureters in zwei fünfstellige Kodes, nämlich in N28.88 mit den unveränderten Inhalten des bisherigen Kodes N28.8 und in N28.80 Ruptur eines Nierenkelches, nichttraumatisch [Fornixruptur] bzw. Ruptur eines Nierenbeckens, nichttraumatisch differenziert.

Prostatazystitis (N41.3)

Streichung des Inklusivums Zystitis bei Prostatavergrößerung.

Niereninsuffizienz nach Abort, Extrauteringravidität und Molenschwangerschaft (O08.4) und Postpartales akutes Nierenversagen (O90.4)

Aufnahme eines Hinweises, dass zur Angabe des Stadiums eines Nierenversagens eine zusätzliche Schlüsselnummer aus N17.- Akutes Nierenversagen verwendet werden soll.

Sonstige Wehenschwäche (O62.2)

Die Uterusatonie erhält den Zusatz „unter der Geburt“. Hiermit und durch die Aufnahme des neuen Exklusivums Atonische postpartale Blutung (O72.1) erfolgt somit eine Klarstellung.

Epikranielle subaponeurotische Blutung durch Geburtsverletzung (P12.2)

Aufnahme des Inklusivums Subgaleales Hämatom durch Geburtsverletzung.

Sonstige angeborene Fehlbildungen des vorderen Augenabschnittes (Q13.8)

Umgestaltung der Inklusiva mit Aufnahme des Inklusivums Axenfeld-Rieger-Syndrom und Umbenennung des synonym verwendeten Rieger-Syndroms in Rieger-Anomalie.

Störungen des Herzschlages (R00.-)

Aufnahme des Kodes R00.3 Pulslose elektrische Aktivität, anderenorts nicht klassifiziert sowie dem Exklusivum Herzstillstand (I46.-).

Gelbsucht, nicht näher bezeichnet (R17)

Umbenennung des Kodetitels R17.- in Hyperbilirubinämie, mit oder ohne Gelbsucht, anderenorts nicht klassifiziert und Differenzierung in R17.0 Hyperbilirubinämie, mit oder ohne Gelbsucht, anderenorts nicht klassifiziert, Gelbsucht o.n.A. und R17.9 Hyperbilirubinämie, mit oder ohne Gelbsucht, anderenorts nicht klassifiziert, Hyperbilirubinämie o.n.A.

Senilität (R54)

Ab der Version 2019 des ICD-10-GM ist das Frailty-Syndrom in die Liste der unter R54 Senilität verorteten Inklusiva aufgenommen. Zeitgleich wird die Kodierung einer Sarkopenie (M62.5-) durch ein neues Exklusivum ausgeschlossen.

Plötzlicher Kindstod (R95.-) und Plötzlich eingetretener Tod (R96.0)

Aufnahme eines neuen Inklusivums Plötzlicher ungeklärter Tod (Kindstod), vor Vollendung des ersten Lebensjahres zusätzlich zu den bereits vorhandenen Sudden infant death syndrome[SIDS] und zeitgleich Schaffung eines Exklusivums Plötzlicher ungeklärter Tod (Kindstod), nach Vollendung des ersten Lebensjahres. Das unter R95.- etablierte Exklusivum stellt analog ein neues Inklusivum unter dem Kode R96.0 dar. Somit entfällt die Beschränkung, dass bei R96.0 nur Fälle kodiert werden können, bei denen der plötzliche Tod im Erwachsenenalter eingetreten ist. Als neue Grenze zwischen R95.- und R65.0 gilt ab der Version 2019 die Vollendung des ersten Lebensjahres.

Fraktur im Bereich des Halses (S12.-), Fraktur der Rippe(n), des Sternums und der Brustwirbelsäule (S22.-) und Fraktur der Lendenwirbelsäule (S32.-)

Aufnahme von Hinweisen in allen drei Kodebereichen, dass bei einer Fraktur infolge des Einsetzens eines orthopädischen Implantats, einer Gelenkendoprothese oder einer Knochenplatte die zusätzliche Schlüsselnummer M96.6 Knochenfraktur nach Einsetzen eines orthopädischen Implantates, einer Gelenkprothese oder einer Knochenplatte und im Fall einer Fraktur bei bereits vorhanden orthopädischen Implantaten, einer Gelenkprothese oder einer Knochenplatte eine zusätzliche Schlüsselnummer aus Z96.6- Vorhandensein von orthopädischen Gelenkimplantaten zu verwenden ist. Durch die Differenzierung des Kodes S22.2 Fraktur des Sternums in vier neue Fünfsteller kann die Lokalisation einer Sternumfraktur genauer verschlüsselt werden. Ein Teil der Überarbeitungen im Kodebereich S32.- Fraktur der Lendenwirbelsäule stellt die Umbenennung des Kodes S32.89 in Sonstige und nicht näher bezeichnete Teile des Beckens dar. Die bisher unter dem Kode S32.89 verorteten multiplen Frakturen im Beckenbereich sind ab der Version 2019 mit der Schlüsselnummer S32.7 Multiple Frakturen mit Beteiligung der Lendenwirbelsäule und des Beckens abbildbar. Der Kode S32.83 Becken, Teil nicht näher bezeichnet wird gestrichen.

Verstauchung und Zerrung des Schultergelenkes (S43.4)

Zur Verbesserung der Abbildbarkeit erfolgt im Kodebereich S43.4 Verstauchung und Zerrung des Schultergelenkes die Aufnahme der Verletzung des Labrums des Schultergelenkes als ein zusätzliches Inklusivum.

Traumatische Ruptur von Bändern des Handgelenkes und der Handwurzel (S63.3)

Um Verletzungen des triangulären fibrokartilaginären Komplexes [TFCC] kodierbar zu machen, wird dieser in die Liste der Inklusiva zu S63.3 aufgenommen.

Schäden durch sonstige äußere Ursachen (T75.-)

Ergänzung des Kodetitels T75.8 Sonstige näher bezeichnete Schäden durch äußere Ursachen und Aufnahme eines Exklusivums zum neu etablierten Kode T76 (s.u.).

Nicht näher bezeichnete Schäden durch äußere Ursachen (T76)

Mit diesem neu in die ICD-10-GM aufgenommenen Kode, der bei der Mortalitätsverschlüsselung angewendet werden soll, wird die Verschlüsselung von Schäden durch äußere Ursachen ermöglicht, die durch andere ICD-Kodes nicht näher benannt werden können.

Komplikationen durch sonstige interne Prothesen, Implantate oder Transplantate(T85.-)

Umfangreichen Überarbeitung des gesamten Kodebereiches T85.- durch Ausdifferenzierung der bisher vierstelligen Schlüsselnummer T85.5 in sechs verschiedene fünfstellige Kodes zur genaueren Lokalisation der jeweiligen mechanischen Komplikation und Aufnahme zweier fünfstelliger Schlüsselnummern bei T85.7- zur Abbildung von Infektion und entzündliche Reaktion durch interne Prothesen, Implantate oder Transplantate im hepatobiliären System (T85.75) und im sonstigen Gastrointestinaltrakt (T85.76).

Keimträger von Infektionskrankheiten (Z22.-)

Streichung des Kodes Keimträger der Virushepatitis (Z22.5) und Neuaufnahme der Schlüsselnummer Z22.7 zur Abbildung der latenten Tuberkulose.

Bei der Vorabversion der ICD-10-GM 2019 handelt es sich um eine vorläufige Fassung, welche noch geändert bzw. ergänzt werden kann. Über die Veröffentlichung der endgültigen Fassung der ICD-10-GM 2019 durch das DIMDI werden wir Sie zeitnah in Kenntnis setzen.