Für die Einlage von Coils hat der G-BA entschieden, dass diese bei Patienten mit einem pulmonalen Residualvolumen von mindestens 225 % vom Soll für die Versorgung im Rahmen einer Krankenhausbehandlung erforderlich ist. Für die Teilpopulation der Patienten mit einem schweren Lungenemphysem und einem Residualvolumen unter 225 % vom Soll stellte der G-BA fest, dass der Nutzen noch nicht hinreichend belegt ist, die Methode aber das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative bietet. Die Beschlussfassung wurde im Hinblick auf laufende Studien ausgesetzt.

Das Methodenbewertungsverfahren geht auf einen Antrag des GKV SV aus dem Jahr 2013 zurück, der sowohl die Bewertung von chirurgischen als auch bronchoskopischen Verfahren der Lungenvolumenreduktion umfasste. Unter anderem aufgrund der Komplexität des Beratungsverfahrens hatte sich der G BA für eine mehrzeitige Beschlussfassung entschieden. Die Bewertung der bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion mittels Wasserdampf und Polymerschaum steht gegenwärtig noch aus.

Die Beschlussdokumente sind auf der Internetseite des G BA abrufbar:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3626/

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3627/

Die Beschlüsse werden nun dem BMG zur Prüfung nach § 94 SGB V vorgelegt und werden im Falle einer Nichtbeanstandung am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten. Über das Ergebnis dieser Prüfung werden wir Sie zu gegebener Zeit informieren.

Des Weiteren hat der G BA beschlossen, das Beratungsverfahren zu einer „Richtlinie über Maßnahmen zur Qualitätssicherung nach § 136 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 SGB V für die stationäre Versorgung mit Verfahren der Lungenvolumenreduktion beim schweren Lungenemphysem“ einzuleiten. Die Beratungen werden hierzu in Kürze aufgenommen.