Der G-BA hat die Möglichkeit, Beratungen über eine Richtlinie zur Erprobung gemäß § 137e SGB V aufzunehmen, die die Bewertung des Nutzens dieser ­Methode auf einem für spätere Richtlinienentscheidungen ausreichend sicheren Erkenntnisniveau erlauben sollen, wenn der Nutzen zwar noch nicht als hinreichend belegt anzusehen ist, sie aber das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative bietet.

Für die Methode:

Einsatz von aktiven Kniebewegungsschienen zur Selbstanwendung durch Patientinnen und Patienten im Rahmen der Behandlung von Rupturen des vorderen Kreuzbands wurde am 16.08.2018 die Einleitung eines Beratungsverfahrens zu einer Erprobungs-Richtlinie beschlossen. Hierzu verweisen wir auf unser Rundschreiben vom 27.08.2018.

Nun wird um Einschätzungen zu möglichen Studieneckpunkten gebeten, welche der G-BA beabsichtigt in einer durch ihn angestoßenen Studie zu berücksichtigen.

Am 01.10.2018 ist die Bekanntmachung zur Aufnahme der Beratungen und die Gelegenheit zur Abgabe erster Einschätzungen zu diesem Thema im Bundesanzeiger veröffentlicht worden (Anlage). Mit dieser Veröffentlichung soll insbesondere Sachverständigen der medizinischen Wissenschaft und Praxis, Dachverbänden von Ärztegesellschaften, Spitzenverbänden der Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen sowie Spitzenorganisationen der Hersteller von Medizinprodukten und -geräten und den gegebenenfalls betroffenen Herstellern von Medizinprodukten Gelegenheit gegeben werden, durch Beantwortung eines Fragebogens eine erste Einschätzung zu den angekündigten Beratungsgegenständen abzugeben.

Die Einschätzungen sind anhand des themenbezogenen Fragebogens innerhalb einer Frist von vier Wochen nach dieser Veröffentlichung in elektronischer Form an folgende E-Mail-Adresse zu senden:

kniebewegungsschienen@g-ba.de

Den Fragebogen sowie weitere Erläuterungen finden Sie auf den Internetseiten des G-BA unter: https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3444/

Nach Abschluss der Einholung von ersten Einschätzungen ist die Erprobungsrichtlinie vom G-BA zu erarbeiten und zu beschließen. Danach erfolgt das jeweilige Vergabeverfahren an eine unabhängige wissenschaftliche Institution. Über den Fortgang des Beratungsverfahrens werden wir Sie zeitnah unterrichten.