Das Beratungsverfahren geht zurück auf einen Antrag der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen aus dem Jahr 2012, der durch das Plenum am 19. Juni 2014 angenommen wurde.

Der G-BA kommt zu dem Schluss, dass die UV-Vernetzung mit Riboflavin bei Patientinnen und Patienten mit Keratokonus erbracht werden darf, bei denen folgende Kriterien vorliegen:

•    subjektive Sehverschlechterung,

•    Feststellung einer Progredienz des Keratokonus innerhalb der letzten 12 Monate vor Indikationsstellung zur Hornhautvernetzung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien

•    Zunahme der maximalen Hornhautbrechkraft um ≥ 1 dpt,

•    Zunahme des durch die subjektive Refraktion bestimmten Astigmatismus um ≥ 1 dpt,

•    Abnahme der Basiskurve der bestsitzenden Kontaktlinse um ≥ 0,1 mm

•    und eine mittels Hornhauttomographie bestimmte Hornhautdicke an der dünns-ten Stelle bei Beginn der Bestrahlung von mindestens 400 μm. 

Die Beschlussdokumente sind auf der Internetseite des G-BA abrufbar:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3417/

Der Beschluss bedarf noch der Überprüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit und wird im Falle einer Nichtbeanstandung am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten.