In seiner Sitzung am 17.05.2018 hatte der G-BA einen Beratungsantrag nach § 135 Absatz 1 SGB V in Verbindung mit § 26 SGB V (Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der vertragsärztlichen Versorgung, Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche) zum Thema „Bewertung eines Screenings auf Sichelzellkrankheit bei Neugeborenen“ angenommen. Die Antragstellung zur Beratung dieses Themas war durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung erfolgt.

Primäres Ziel dieses Antrages ist die Früherkennung einer Sichelzellkrankheit bei Säuglingen vor dem Auftreten klinisch feststellbarer Symptome und damit eine frühzeitige Einleitung einer Behandlung.

Mit der beigefügten Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 02.07.2018 (Anlage) wird insbesondere Sachverständigen der medizinischen Wissenschaft und Praxis, Dachverbänden von Psychotherapeuten- und Ärztegesellschaften und psychothera-peutischen Fachgesellschaften, Spitzenverbänden der Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen sowie Spitzenorganisationen von Herstellern von Medizinprodukten und -geräten und den gegebenenfalls betroffenen Herstellern von Medizinprodukten Gelegenheit geboten, eine erste Einschätzung zum angekündigten Beratungsgegenstand abzugeben. Die Einschätzungen zu dem oben genannten Beratungsthema sind anhand eines Fragebogens innerhalb einer Frist von einem Monat nach dieser Veröffentlichung möglichst in elektronischer Form an folgende E-Mail-Adresse zu senden:

scd@g-ba.de

Den Fragenkatalog sowie weitere Erläuterungen finden Sie auf der Internetseite des G-BA unter:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3311/

Mit der Recherche, Darstellung und Bewertung des aktuellen medizinischen Wissensstandes zum Screening auf Sichelzellanämie bei Neugeborenen wurde das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) beauftragt.

Wenngleich es sich hierbei um einen Antrag nach § 135 Abs. 1 SGB V in Verbindung mit § 26 SGB V für den vertragsärztlichen Bereich handelt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Leistung primär von den Krankenhäusern zu erbringen wäre.