Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen sind demnach um 2 Mrd. € gestiegen und belaufen sich zum Jahresende auf 21 Mrd. €. Der Gesundheitsfonds verzeichnet einen Ausgabenüberhang von rund 562 Mio. €. Aktuell verfügt der Gesundheitsfonds damit über Liquiditätsreserven von rund 9,7 Mrd. €.

Die gesamten Ausgaben sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % (3,1 % je Versicherten) gestiegen - bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von 0,8 Prozent. Die Ausgabenentwicklung 2018 bewegt sich damit weitestgehend im Rahmen der Erwartungen des Schätzerkreises.

Die gesamten Leistungsausgaben sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 3,9 % (3,1 % je Versicherten) gestiegen. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im Vergleich zum Vorjahr 3,1 %. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für die Krankenhausbehandlung sind in diesem Zeitraum somit absolut um 2,3 Mrd. € gestiegen und betrugen, mit Berücksichtigung der Zuzahlungen der Versicherten, in 2018 insgesamt 77,9 Mrd. €. Die Zahlen belegen erneut den langfristigen Trend, dass die Krankenhausausgaben geringer steigen als die gesamten GKV-Leistungsausgaben.

Auffällig ist für 2018 der deutliche Anstieg der Ausgaben für Heilmittel um 11,5%. Hierbei machen sich vor allem die schrittweise erfolgten Honorarerhöhungen auf Grund des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes bemerkbar, die zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Heilmittelerbringer beitragen. Der Zuwachs bei Hilfsmitteln betrug 4,7 Prozent.

Die DKG hat mit beigefügter Pressemitteilung auf die Veröffentlichung der GKV-Finanzergebnisse 2018 reagiert (Anlage 2).