Die Krankenkassen haben demnach im 1. Halbjahr 2018 einen Überschuss von rund 0,7 Mrd. € erzielt. Die Finanzreserven stiegen somit auf 20,6 Mrd. €. Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonbedingten Ausgabenüberhangs um 3,05 Mrd. € zurückgegangen. Dies liegt daran, dass die Einnahmen des Gesundheitsfonds unterjährigen Schwankungen unterliegen. Die Einnahmen aus der Verbeitragung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie die Zusatzeinnahmen aus der Rentenanpassung zur Jahresmitte kommen erst im 2. Halbjahr zum Tragen.

Die Gesamtausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 3,8 % bei deutlich steigenden Versichertenzahlen (+ 0,9 %) gestiegen. Die gesamten Leistungsausgaben sind um 3,7 % gestiegen. Die Verwaltungskosten der Kassen sind mit + 6,5 % deutlich überproportional gestiegen.

Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 3,0 % und liegt somit unter dem Anstieg der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Absolut sind die GKV-Krankenhausausgaben im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 1,13 Mrd. € angestiegen.

Die Ausgaben für die Hochschulambulanzen sind im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 19 % gestiegen.

Die DKG hat mit beigefügter Pressemitteilung auf die Veröffentlichung reagiert (Anlage 2).

Der GKV-Schätzerkreis wird sich Mitte Oktober 2018 mit der Einnahmen- und Ausgabenentwicklung für 2019 befassen. Über diese Ergebnisse werden wir Sie zeitnah informieren.