In Zukunft stehen demnach zwei mögliche Wege der Datenlieferung zur Verfügung:

1. eSTATISTIK.core:

Damit können xml‐Datenlieferungen gemäß der Liefervereinbarungen für alle drei Säulen der Krankenhausstatistik (Grund‐, Kosten‐ und Diagnosedaten) direkt an die Statistischen Ämter übermittelt werden. Zusätzlich steht dadurch auch die eSTATISTIK.core‐Webanwendung zur Verfügung, mit der die Krankenhäuser csv-Dateien im eSTATISTIK.core-Portal hochladen und die Meldung für die Krankenhausstatistik abgeben können, ohne zuvor eine xml-Datei zu erzeugen. Auch das Hochladen von Teillieferungen ist möglich.

Die entsprechenden Liefervereinbarungen bzw. csv-Datensatzbeschreibungen für die Diagnose- und Kostendaten stehen in der Erhebungsdatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (https://erhebungsdatenbank.estatistik.de) als Download zur Verfügung (Anlage 2 und 3). Die Unterlagen für die Grunddaten sollen in den nächsten Tagen folgen.

2. IDEV-Onlineerhebungsunterlagen:

Für die Grunddaten der Krankenhäuser sowie den Kostennachweis werden IDEV-Onlineerhebungsunterlagen zur Verfügung gestellt. Diese sind vorrangig für kleinere Einrichtungen gedacht, die die Daten nicht automatisiert aus ihrer Software erzeugen können. Es handelt sich hierbei um eine rein manuelle Meldung. Einen automatisierten Prozess zum Einspielen der Daten gibt es bei diesem Instrument nicht. Die Programmierung durch die Statistischen Ämter hierzu beginnt im April 2018. Die Erstellung dauert voraussichtlich bis in den Herbst 2018.

Das DKG-Modul zur Lieferung der Krankenhausstatistik steht ab Berichtsjahr 2018 nicht mehr zur Verfügung. Es wurde durch die beiden genannten Verfahren ersetzt.

Die Zweite Verordnung zur Änderung der Krankenhausstatistik-Verordnung vom 10. Juli 2017 wurde im Bundesgesetzblatt am 12. Juli 2017 veröffentlicht und tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Krankenhäuser müssen erstmalig im Jahr 2019 für das Berichtsjahr 2018 die Erhebungen nach der geänderten Krankenhausstatistik-Verordnung liefern. Im Wesentlichen sieht die Verordnung eine Ausweitung der Krankenhausstatistik auf ambulante Krankenhausleistungen und punktuelle Erweiterungen der Personalstatistik vor.