Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen sind demnach um 3,15 Mrd. € gestiegen und belaufen sich zum Jahresende auf 19,2 Mrd. €. Der Überschuss war damit fast doppelt so hoch wie 2016. Der Gesundheitsfonds verzeichnet einen Ausgabenüberhang von rund 482 Mio. €. Aktuell verfügt der Gesundheitsfonds damit über Liquiditätsreserven von rund 9,1 Mrd. €. Die Finanzreserven von Gesundheitsfonds und Krankenkassen belaufen sich zusammen auf 28,3 Mrd. €. Das BMG weist angesichts dieser Zahlen darauf hin, dass die gesetzliche Krankenversicherung gut gerüstet ist, um z. B. bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und die Fortführung der Digitalisierung im Gesundheitswesen anzugehen.

Die gesamten Ausgaben sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % (2,3 % je Versicherten) gestiegen. Der Ausgabenzuwachs liegt damit unterhalb des von der Kassenseite im Schätzerkreis im Oktober 2017 prognostizierten Gesamtanstiegs von 4,2 %.

Die gesamten Leistungsausgaben sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % (2,4 % je Versicherten) gestiegen. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im Vergleich zum Vorjahr 2,6 %. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für die Krankenhausbehandlung sind in diesem Zeitraum somit absolut um 1,9 Mrd. € gestiegen und betrugen, mit Berücksichtigung der Zuzahlungen der Versicherten, in 2017 insgesamt 75,6 Mrd. €. Die Zahlen belegen erneut den langfristigen Trend, dass die Krankenhausausgaben geringer steigen als die gesamten GKV-Leistungsausgaben.

Auffällig ist der deutliche Anstieg der Ausgaben bei der Hospiz- und Palliativversorgung, der auf die neuen gesetzlichen Rahmenbedingung und einer damit verbundenen wesentlichen Leistungsverbesserung zurückzuführen ist. Die Ausgaben für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) sind in diesem Zeitraum um 16,3 % gestiegen. Das SAPV-Ausgabenvolumen hat sich somit von 2013 bis 2017 von 214 Mio. € auf 461 Mio. € mehr als verdoppelt.

Die DKG hat mit beigefügter Pressemitteilung auf die Veröffentlichung der GKV-Finanzergebnisse 2017 reagiert (Anlage 2).