Die Ausfüllhinweise sollen die verordnenden Ärzte dabei unterstützen, Arznei- und Hilfsmittelverordnungen im Entlassmanagement vollständig und korrekt auszustellen. Die Vorgaben zur Ausstellung von Verordnungen sind auch zur Minimierung von Re-gressrisiken zwingend zu berücksichtigen. Zudem dürfen öffentliche Apotheken i. d. R. ausschließlich vollständig und korrekt ausgestellte Arzneimittelverordnungen annehmen und können fehlerhafte oder unvollständige Rezepte nur in eng begrenzten Fällen nach telefonischer Rücksprache mit dem Krankenhaus selbst korrigieren. Sofern eine Korrektur durch die öffentliche Apotheke nicht möglich ist, müssten die Patienten von der Apotheke zurück in die Klinik verwiesen werden, um dort das Arzneimittelrezept korrigieren zu lassen. Dies ist im Interesse der Patienten und der Kliniken unbedingt zu vermeiden.

Ausführliche Informationen zur Ausstellung von Verordnungen sind den Hinweisen der DKG zum Verordnungswesen im Entlassmanagement zu entnehmen. Vor der erstmaligen Ausstellung einer Verordnung ist darüber hinaus eine intensive Einarbeitung der verordnenden Ärzte unerlässlich.

Mit den Rahmenvertragspartnern, GKV-SV und KBV, wurden zudem folgende Klarstellungen getroffen, die in den gemeinsamen Ausfüllhinweisen dargestellt sind:

•    Die Vornahme von Verordnungen durch Krankenhausärzte ohne Facharztstatus ist – entsprechend unserer Ausführungen in den Hinweisen der DKG zum Verordnungswesen im Entlassmanagement – im Ausnahmefall unter fachärztlicher Aufsicht bzw. Anleitung zulässig. Falls die Verordnung in Vertretung erstellt wird, ist die Verordnung mit der Kennung „i. V.“ zu unterschreiben und Vorname, Name sowie die Berufsbezeichnung des verordnenden Arztes sind anzugeben. Zudem sind etwaige landesspezifische Vorgaben für die Ausstellung von Verordnungen durch Ärzte ohne Facharztstatus zu beachten.

•    Arzneimittelrezepturen sind im Rahmen des Entlassmanagements ebenfalls verordnungsfähig und können für einen Zeitraum von maximal 7 Kalendertagen verordnet werden. Bei der Verordnung von Rezepturen sind spezielle Formvorgaben zu beachten. Insbesondere darf nur eine Rezeptur pro Rezept verordnet werden. Zudem ist bei der Verordnung von Rezepturen entsprechend der Vorgaben der Arzneimittelverschreibungsverordnung jeweils die Gebrauchsanweisung anzugeben.