Nunmehr liegt der veröffentlichte Endbericht des ersten Forschungszyklus der Begleitforschung vor. Im ersten Forschungszyklus werden mit Hilfe deskriptiver und inferenzstatistischer Methoden Veränderungen in den betrachteten Indikatoren gemessen und die Ergebnisse im Zusammenhang mit der Einführung des PEPP-Entgeltsystems diskutiert. Im Rahmen der Untersuchung wurden Befragungsergebnisse der Krankenhäuser, der Krankenkassen und Krankenversicherungsunternehmen sowie des MDK ausgewertet.

Zusammenfassung der Forschungsergebnisse

Derzeit kann im zeitlichen Zusammenhang mit der Einführung des PEPP-Entgeltsystems auf Basis der vorliegenden empirischen Analysen keine Veränderung im Zugang, bei den Strukturen, im Behandlungsspektrum, bei den Behandlungsprozessen, bei der Verweildauer in der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung festgestellt werden.

Beobachtete Veränderungen bei der Fallzahlentwicklung und der Anzahl behandelter Patientinnen und Patienten sind eher nicht auf die Einführung des PEPP-Entgeltsystems zurückzuführen.

Mit der Einführung des PEPP-Entgeltsystems sind wenig überraschend Veränderungen im Kodierverhalten zu beobachten.

Unterschiede in den Prozess- und Strukturqualitätsmerkmalen zwischen den Einrichtungen, die zwischen 2013 und 2015 optiert bzw. nicht optiert haben, fallen überwiegend gering aus.

Die Einführung des PEPP-Entgeltsystems führt zu steigenden Aufwänden (u. a. IT, Personal) im Zusammenhang mit den Abrechnungsprozessen bei allen Beteiligten. Bei den Kliniken zeigt sich deutlich ein zunehmender Anteil an Einzelfallprüfungen, den damit verbundenen Korrekturen und Klageverfahren.

Der Endbericht ist auf der Internetseite des IneK abrufbar unter: https://www.g-drg.de/Datenbrowser_und_Begleitforschung/Begleitforschung_Psychiatrie/Endbericht_1._Forschungszyklus_Datenjahre_2013_2015.

Außerdem stehen Ihnen die Daten des Endberichtes in einer gesonderten Datenbank unter: https://bfpsyqa.inek.org/#/ für die explorative Nutzung zur Verfügung.