Mit dem Ziel, eine möglichst umfassende und aussagekräftige Datengrundlage für das Transplantationsregister zu schaffen sowie eine zeitnahe und effektive Datenauswertung für mehr Transparenz in der Organspende und Transplantationsmedizin zu erreichen, haben sich im Zuge der laufenden Arbeiten am Transplantationsregister neue Aufklärungspflichten für Transplantationszentren ergeben. Im Rahmen der Patientenaufklärung bezüglich der Datenübermittlung an die Vertrauensstelle und an die Transplantationsregisterstelle müssen die Patienten zukünftig auch darauf hingewiesen werden, dass sie sich mit einer Einwilligung zur Übermittlung auch von ggf. bereits im Zeitraum vom 01.01.2006 bis zum 31.10.2016 erhobenen Daten gewissermaßen „rückwirkend“ einverstanden erklären. Das bedeutet für die Transplantationszentren, dass sie neben der regulären Aufklärung von Patienten bei Neuaufnahme nunmehr auch nachträglich die im Zeitraum vom 01.01.2006 bis zum 31.10.2016 behandelten Organempfänger, lebenden Organspender und in die Warteliste aufgenommenen Patienten beim nächsten regulären Kontakt aufklären bzw. die überarbeitete Patienteneinwilligung vorlegen müssen. Auf diese Weise gehen die in diesem Zeitraum erhobenen Daten nicht verloren, wodurch eine verbesserte Datengrundlage für wissenschaftliche Auswertungen innerhalb der transplantationsmedizinischen Versorgung und Forschung gewährleistet wird.

Für eine rechtssichere und routinemäßige Handhabung entsprechender Formulare stellen wir Ihnen in diesem Zusammenhang das überarbeite Muster für eine Patienteninformation und eine Einwilligungserklärung zur freiwilligen Verwendung zur Verfügung.