-    die verbindliche Freistellung der Transplantationsbeauftragten einhergehend mit der Stärkung ihrer allgemeinen Stellung im Entnahmekrankenhaus und einer vollständigen Refinanzierung,

-    die Stärkung des Unterstützungsangebots für Entnahmekrankenhäuser und für Transplantationsbeauftragte durch die Koordinierungsstelle nach § 11 TPG,

-    die Einführung einer flächendeckenden Bereitstellung neurologischer Konsiliardienste,

-    die Einführung eines allgemein gültigen strukturierten Verfahrens in den Entnahmekrankenhäusern zur retrospektiven Analyse des Organspendepotentials auf Basis von Einzelfallanalysen und

-    die neuen Regelungen zur Finanzierung der Organentnahme mit dem Ziel der vollständigen Kostendeckung bei den Entnahmekrankenhäusern.

Zur Realisierung höherer Organspendezahlen ist sowohl eine verstärkte Unterstützung für die Krankenhäuser als auch eine vermehrte Mitwirkung seitens der Krankenhäuser bei den Organspendeprozessen unabdingbar. Dies kann jedoch nur als Teilbeitrag zur Erreichung des Ziels einer verbesserten Situation der Organspende in Deutschland verstanden werden. Die DKG macht darauf aufmerksam, dass zahlreiche und komplexe Ursachen für die niedrigen Organspendezahlen in Deutschland existieren. Die Förderung der Organspende stellt daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, bei der es wichtig ist, die niedrigen Organspendezahlen als ein multikausales Problem zu erkennen und das System mit entsprechend vielfältigen Maßnahmen zu verbessern.

Zu dem aus Sicht der DKG erforderlichen Verbesserungsbedarf verweisen wir auf unsere Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (Anlage). In der Anhörung am 10. Oktober 2018 hat die DKG ihre Positionen zu dem Gesetzentwurf mündlich vorgetragen. Der Kabinettsentwurf wird voraussichtlich noch in diesem Jahr vorgelegt.