Der G-BA hat in seiner Sitzung am 20. September 2018 die Veröffentlichung einer Kommentierung zu den Berichten der Lenkungsgremien über den klärenden Dialog vom 31. Januar 2018 sowie der übergreifenden landesbezogenen Berichtsteile beschlossen. (Unter https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3485/ abrufbar).

Mit der Veröffentlichung der Berichte über die klärenden Dialoge kann die erste gesicherte Bilanz über die Pflegepersonalquoten in der Perinatalversorgung gezogen werden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat im Rahmen des Beschlusses darauf hingewiesen, dass die hohen und unflexiblen Personalanforderungen nicht umsetzbar sind: Von 215 Perinatalzentren haben insgesamt 180 gegenüber dem G-BA gemeldet, die Pflegepersonalquoten nicht erfüllen zu können. Aus den Berichten geht hervor, dass vor allem die fehlende Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal am Arbeitsmarkt, hohes bzw. unvorhergesehenes Patientenaufkommen und akuter bzw. unvorhergesehener Personalausfall ursächlich sind und seitens der Krankenhäuser nur begrenzt beeinflussbar sind. Die DKG hat ferner darauf hingewiesen, dass es inzwischen aufgrund der unflexiblen Vorgaben der QFR-RL zu Verlegungen in andere Krankenhäuser und damit zu zusätzlichen Risiken für die Frühgeborenen kommt.

Mittlerweile hat der G-BA auf Antrag der DKG die Beratungen zur Anpassung der Personalanforderungen in der QFR-RL wieder aufgenommen.