Das IQTIG hat in seinen „Methodischen Grundlagen“ Kriterien dargelegt, wann Ergebnisse aus Qualitätssicherungsverfahren als Qualitätsindikatoren bezeichnet werden können. Dem Wesen nach sind die Ergebnisse aus Qualitätssicherungsverfahren aus Sicht des IQTIG „Kennzahlen“. Erst über die zusätzliche Eigenschaft, die Bewertung von Versorgungsqualität zu ermöglichen, qualifizieren sich Kennzahlen als „Indikatoren“.

Das IQTIG hat insgesamt 91 „Qualitätsindikatoren“ benannt, die keinen Referenzbereich aufweisen und aufgrund eines fehlenden „Qualitätsziels“ nicht die Definition des IQTIG für Qualitätsindikatoren erfüllen. Diese „Qualitätsindikatoren“ ohne Referenzbereich wurden als Kennzahlen bezeichnet. Um die Informationen, die in den Kennzahlen enthalten sind, der Öffentlichkeit über die Qualitätsberichte dennoch zur Kenntnis geben zu können, werden derzeit auch weiterhin Kennzahlen veröffentlicht.

Mit Beschluss vom 20.07.2017 hat der G-BA das IQTIG beauftragt, Empfehlungen zu erarbeiten, welche Kennzahlen zur Veröffentlichung im Qualitätsbericht geeignet sind, um welche zusätzlichen Informationen diese zu ergänzen sind und wie sie darzustellen sind. Das IQTIG hat hierzu das o.g. Konzept zu veröffentlichungspflichtigen Kennzahlen vorgelegt. In diesem Konzept werden Kennzahlen als Ergänzung von Qualitätsindikatoren verstanden. Damit wird auf die zugrundeliegende Problematik eingegangen, dass Kennzahlen die methodischen Anforderungen nicht erfüllen, um alleinstehend im Qualitätsbericht veröffentlicht zu werden, aber zum Teil dennoch für die Darstellung zusätzlicher Informationen der Versorgungsqualität sinnvoll sind.