Aufgrund anhaltender Kritik an der Durchführung des in §§ 11 bis 13 QSKH-RL geregelten Strukturierten Dialogs bei gleichzeitig hohem Umsetzungsaufwand hatten bereits 2013 vom G-BA eingesetzte Projektgruppen Vorschläge zur Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs erarbeitet, die in Auftragsvorschläge an die damalige Institution nach § 137a SGB V (AQUA-Institut) mündeten. Diese konnten aufgrund der Beendigung des Vertrages mit dem AQUA Institut nicht umgesetzt werden.

Durch die zunehmenden Anforderungen an das Verfahren der externen stationären Qualitätssicherung in planungsrelevanter und vergütungsabhängiger Hinsicht wurde zusätzlicher Weiterentwicklungsbedarf festgestellt, sodass der G-BA am 18. Januar 2018 das IQTIG mit einer Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs beauftragt hat (Anlage 1). Gleichzeitig wurde eine Pressemitteilung veröffentlicht (Anlage 2).

Ziel der Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs ist es, die Einheitlichkeit der Vorgehensweise, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsfindung und die Effizienz im Sinne einer „Verschlankung“ des Verfahrens zu optimieren.

Beauftragt wurde ein Stufenkonzept: Die Ergebnisse der Stufe 1 (Optimierung der Einheitlichkeit der Vorgehensweise und der Berichterstattung einschließlich Mindestanforderungen für die Länderberichte zum Strukturierten Dialog) sind vom IQTIG bis zum 30. September 2018 vorzulegen. Stufe 2 sieht unter anderem die Entwicklung eines Rahmenkonzepts zur Feststellung von Auffälligkeiten, deren Bewertung und Maßnahmen vor. Hierbei sollen Elemente des Strukturierten Dialogs weiterentwickelt und mit anderen relevanten Richtlinien zur datengestützten Qualitätssicherung abgestimmt werden. Die Ergebnisse der Stufe 2 sind bis 31. Juli 2019 mit Zwischenbericht zum 31. Januar 2019 vorzulegen.

In gleicher Sitzung hat der G-BA außerdem die Veröffentlichung einer Kommentierung zu den Berichten zum Strukturierten Dialog 2016 zum Erfassungsjahr 2015 beschlossen (Anlage 3). Hiermit soll anlässlich der Beauftragung die aktuelle Situation beschrieben und der Weiterentwicklungsbedarf des Strukturierten Dialogs dargelegt werden.

Weitere Einzelheiten sind den beigefügten Beschlüssen zu entnehmen, die auf den Internetseiten des G-BA veröffentlicht sind:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3196/ sowie

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3197/.