Die Nachfrage nach Operationstechnischen und Anästhesietechnischen Assistentinnen/Assistenten (OTA/ATA) hat dazu geführt, dass bundesweit derzeit an 120 OTA-Schulen und an 30 ATA-Schulen nach der DKG-Empfehlung zur Ausbildung und Prüfung von OTA und ATA vom 17. September 2013 OTA und ATA ausgebildet werden. Demzufolge hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer Stellungnahme zu dem vorgenannten Gesetzesentwurf u. a. festgestellt, dass sowohl für den Bereich der Operationstechnischen Assistenz als auch für den Bereich der Anästhesietechnischen Assistenz Bedarf hinsichtlich eines Berufsgesetzes gegeben sei. Aus Sicht der Bundesregierung sollte der Beruf in der OTA nicht isoliert geregelt werden, vielmehr müsse weiterer Versorgungsbedarf im Funktionsdienst des Operationsbereiches berücksichtigt werden. Insofern sei ein Gesetzentwurf so zu gestalten, dass perspektivisch auch die Entwicklung weiterer Zweige des Funktionsdienstes im Operationsbereich aufgegriffen werden könne.

Nach Auffassung der Geschäftsstelle der DKG wäre es zu begrüßen, wenn ein solcher umfassender Gesetzesansatz (also in Bezug auf die OTA und ATA) Eingang in das laufende Gesetzgebungsverfahren finden könnte. Im Rahmen dieses Gesetzgebungsverfahrens ist auf jeden Fall auch die Finanzierung der Ausbildungen durch eine Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) sicher zu stellen. Infolgedessen müssen die zusätzlich benötigten finanziellen Mittel von den Kostenträgern vollumfänglich für die Ausbildungsbudgets der Krankenhäuser zur Verfügung gestellt werden.