Das Konzept zieht die Konsequenzen aus dem tatsächlichen Verhalten der Patienten mit der perspektivischen Ansiedlung der ambulanten Notfallversorgung am Krankenhaus. Wie bereits praktiziert, sind die Krankenhäuser auch in Zukunft bereit, niedergelassene Ärzte in die Ambulanzdienste einzubeziehen. „Die organisatorische Verantwortung muss bei den Krankenhäusern bleiben. Grundsätzlich muss gelten: Jedes Krankenhaus, das die Voraussetzungen erfüllt, muss ambulante Notfallleistungen erbringen können, und alle Notfallleistungen müssen kosten- und sachgerecht vergütet werden. Denn eines ist klar: Patienten, die einmal im Krankenhaus stehen, können nicht so einfach weggeschickt werden“, so Gaß.

Ausdrücklich begrüßt die DKG die direkte Abrechnung zwischen den Notfallzentren und den Krankenkassen sowie die Etablierung einer gemeinsamen Vergütungsvereinbarung. Völlig inakzeptabel und rechtssystematisch falsch ist die Annahme, dass aus den stationären Vergütungsmitteln nach Krankenhausgesetz Vergütungsanteile für ambulante Leistungen ausgegliedert werden könnten. „Das BMG sollte wissen, dass im KHG keine ambulanten Leistungsvergütungen enthalten sind“, so Gaß.