Die vom Bundesrat zum Gesetz gemachten Vorschläge sind ebenfalls problematisch. So sollen Krankenhäuser zukünftig nur noch dann zur Gründung eines MVZ berechtigt sein, wenn das Krankenhaus auch für die stationäre Patientenbehandlung einen fachgebundenen Versorgungsauftrag hat. „Diese Regelungen zusammengenommen bedeuten deutliche Einschränkungen für die in den vergangenen Jahren aufgebauten patientenfreundlichen intersektoral arbeitenden Versorgungsstrukturen. Wenn man bedenkt, dass Krankenhäuser vielfach ganze Bereiche, wie Radiologien, in MVZ eingebracht haben, um unnötige Doppelstrukturen zu vermeiden und die Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten zu sichern, bewirkt das TSVG an dieser Stelle genau das Gegenteil seiner Zielsetzung. Es verschlechtert nämlich die Versorgung“, so Georg Baum.