Der Aufschrei des AOK-Bundesverbandes beim Brustkrebs ist genauso unverständlich, steht doch hier die Mindestmenge für die chirurgische Behandlung des Mammakarzinoms gerade auf der Tagesordnung. Nach Inkrafttreten des Verfahrens zur Festlegung von Mindestmengen in der GBA-Verfahrensordnung im April 2018 hat der G-BA bereits am 19. Juli 2018 die Einleitung des Beratungsverfahrens beschlossen. Schneller geht es kaum. Und bereits am 16. August 2018 hat der G-BA den ersten erforderlichen Schritt, die Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einer systematischen Literaturrecherche zum Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und Qualität des Behandlungsergebnisses bei der chirurgischen Behandlung des Brustkrebses, beschlossen. Auch das geht kaum schneller. Allen Beschlüssen hat die DKG zugestimmt. „Von Verweigerungshaltung kann keine Rede sein. Und bei der Früh- und Neugeborenenversorgung wird über die Anpassungserfordernisse der derzeitig gültigen Mindestmengen beraten. Auch dies wird von der DKG konstruktiv begleitet“, so Baum.