Die Finanzmittel für die Transplantationsbeauftragten von derzeit 18 Millionen Euro reichen nicht für die erforderlichen Freistellungen aus. Die DKG hatte von Anfang an deutlich mehr Mittel für diese wichtige Funktion gefordert. „Die leidigen Debatten um die Frage, wieviel Minuten seiner Arbeitszeit denn ein Mitarbeiter für diese Aufgabe benötigt, müssen ein Ende haben“, forderte Baum.

„Die Vergütungen für die Organentnahmen müssen an den Gesamtkosten der Krankenhäuser einschließlich Allgemeinkostenanteile und Ausfallkosten ausgerichtet werden. Mindestens eine Verdoppelung der derzeitigen Sätze wäre angemessen“, so Baum.

Die Möglichkeiten zur Verbesserung der Organspendesituation in Deutschland sind zahlreich und komplex. Neben den finanziellen und organisatorischen Veränderungen bedarf es daher einer gesamtgesellschaftlichen Initiative, um die Organspende zu stärken. „Es reicht nicht, nur bei den Kliniken Veränderungen durchzuführen. Ein Kulturwandel in der Bevölkerung und bei allen, die an der Aufgabe der Organspende beteiligt sind, ist notwendig“, machte Baum deutlich.