Die Vertragsparteien waren sich einig, dass bei der Festlegung von Mindestver-hältniszahlen zwischen Pflegekräften und durch diese zu versorgende Patienten der unterschiedliche Pflegeaufwand letzterer zu berücksichtigen ist. Dazu wurde das InEK beauftragt, aus den vorliegenden Daten der DRG-Kalkulation ein geeignetes Instrument zur Risikoadjustierung des Pflegeaufwands zu entwickeln. Dieses liegt als Pflegelast-Katalog in der Version 0.99 jetzt vor. Der Katalog beinhaltet für alle vollstationären Fallpauschalen des DRG-Katalogs für 2018 ein tagesbezogenes Relativgewicht für den grob ökonomisch bewerteten Pflegeaufwand eines Patienten, getrennt nach Normal- oder Intensivstation und zum Teil für Kinder unter 16 Jahren. Zudem werden Relativgewichte für die pflegerelevanten Zusatzentgelte ausgewiesen. Da der Pflegelast-Katalog lediglich die Anteile der in den DRG ökonomisch zugeordneten Pflegekosten enthält, lässt dieser keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Pflegebedarf zu. Der Katalog kann neben Erläuterungen des InEK zu seinen Inhalten und zur methodischen Herleitung der Relativgewichte von der Internetseite (www.g-drg.de) heruntergeladen werden.

Die Vertragsparteien auf Bundesebene sehen in dem Pflegelast-Katalog ein praktikables und geeignetes Instrument für die erforderliche Risikoadjustierung von Pflegepersonaluntergrenzen. Aus Sicht der DKG könnte der Katalog für die Zuordnung von Fachbereichen in Pflegeaufwandsklassen Anwendung finden. Die Vertragsparteien haben sich für eine Veröffentlichung des Katalogs auf der InEK-Seite entschieden, um erste Informationen über die datentechnische Umsetzung von ersten Ableitungen zu Pflegepersonaluntergrenzen zu geben.