Die Aktualisierung enthält insbesondere Vorgaben für die bundesweit einheitliche elektronische Patientenakte (ePA) in der TI gemäß § 291a SGB V.

Die gematik hat das aktualisierte Dokumentenpaket als OPB Release 3.0.0, einschließlich entsprechender Zulassungsverfahren, im Fachportal auf https://fachportal.gematik.de/spezifikationen/online-produktivbetrieb/ bereitgestellt und informiert mit einer Pressemitteilung (Anlage). Die mit dem Release 3.0.0 spezifizierte ePA ist als Stufe 1 bezeichnet und hat einen Funktionsumfang, der in Stufe 2 erweitert wird. Vorher sollen Änderungen des noch nicht verabschiedeten Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) bis zum 30.4.2019 in eine ePA Stufe 1.1 eingearbeitet werden. Um die Komponenten der Stufe 1.1 in den Verkehr zu bringen, müssen die Hersteller ein Zulassungsverfahren bei gematik und BSI durchlaufen, das insbesondere die Sicherheit überprüft. Während die Kassen verpflichtet werden, ihren Versicherten Akten anzubieten, können weitere Anbieter Angebote entwickeln und zur Zulassung bringen.

Für Hersteller von ePA-Komponenten und für Anbieter von Primärsystemen mit ePA-Anbindung bietet die gematik eine Informationsveranstaltung an, zu der sie bis 11.1.2019 Anmeldungen über https://fachportal.gematik.de/service/veranstaltungen/ entgegennimmt.

Die EPA nach § 291a SGB V dient als lebenslange Akte der Versicherten, die Inhalte und Zugriffsrechte bestimmen. Für eine verbindliche Kommunikation über die TI ist die EPA in Versorgungsprozessen nur bedingt geeignet. Hier werden alternative Verfahren benötigt, wie sie z. B. eine elektronische FallAkte (EFA) bietet, die in der TI angeboten wird. Im Projekt „Migration von Gesundheitsdatendiensten am Beispiel der elektronischen Fallakte“ wird die gematik voraussichtlich Anfang 2019 die erste Fassung eines Migrationsleitfaden für weitere Anwendungen bereitstellen, der auch die Migration von EFA-Anbietern in die TI vorbereitet. Dieser Leitfaden wird im Jahresverlauf erweitert und kann in Migrationsvorhaben herangezogen werden.