Positiv ist auch, dass die Ausbildung in deutlich differenzierterer Form möglich sein soll. Neben der geplanten Hochschulausbildung bleibt der Zugang für qualifizierte Hauptschüler bestehen. „Auch die Möglichkeit der Aufwärtsqualifikation für Helferinnen und Helfer ist ein positives Zeichen. Bei allen guten Vereinbarungen gibt es aber auch Nachbesserungsbedarf. Denn weiterhin sind die finanziellen Rahmenbedingungen der Kliniken zur Ausbildung verbesserungswürdig“, sagt der DKG-Präsident.

Zwar war mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz die Anrechnung von Auszubildenden im ersten Pflegejahr beseitigt worden. „Wir hätten uns ein gemeinsames Votum der Konzertierten Aktion auch das 2. und 3. Lehrjahr zu entlasten gewünscht. Und bei anderen Vereinbarungen, die Verbesserungen für die Krankenhäuser bringen könnten, muss schlussendlich genau betrachtet werden, ob die Umsetzung in Gesetz tatsächlich dazu führen wird, dass die Krankenkassen die Mittel für die Pflege auch tatsächlich zur Verfügung stellen“, betont Gaß.