Für die Krankenhäuser ist die Eindeutigkeit der Patientenentscheidung für oder gegen die Organspende von herausragender Bedeutung. Denn nur so kann die Klinik den Wunsch des Spenders rechtssicher umsetzen. Auch die Problematik widersprüchlicher Dokumente, etwa eine dokumentierte Zustimmung im Organspendeausweis bei gleichzeitiger Ablehnung lebensverlängernder Maßnahmen in der Patientenverfügung, muss angegangen werden.

Darüber hinaus darf Organspende für die Krankenhäuser kein finanzielles Risiko bedeuten. „Natürlich wollen und dürfen die Krankenhäuser am Organspendeprozess nichts verdienen. Es darf aber auch nicht sein, dass sie durch indirekte und Opportunitätskosten mehrbelastet werden. Es muss vielmehr eine vollständige Kostendeckung im Entnahmekrankenhaus gewährleistet sein. Die Krankenhäuser begrüßen aus diesem Grund die neuen Vergütungsregelungen im aktuellen Gesetzentwurf“, sagt Gerald Gaß.