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GKV-Halbjahresbilanz
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Krankenhäuser sind keine Kostentreiber
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Dass die Krankenhäuser Kostentreiber im Gesundheitssystem wären, ist eine alte Mär, die regelmäßig kolportiert wird. So auch in der ablaufenden Woche, in der die Halbjahresbilanz der gesetzlichen Krankenversicherung veröffentlicht wurde.
Demnach seien die Ausgaben für den stationären Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent gestiegen – deutlich über den gesamten Leistungsausgaben der GKV, die um 7,4 gewachsen sind. Die Daten halten allerdings einem genaueren Blick nicht stand. Bereinigt man die 9,3 Prozent um die zeitlich begrenzten und aus Steuermitteln bezahlten Gelder zur Umsetzung der Krankenhausreform – den Soforttransformationskosten und dem Rechnungszuschlag, ergibt sich ein Steigerungswert von nur noch 6,3 Prozent. Diese Gelder stellt der Bund den Kassen zur Verfügung, sie sind folglich keine GKV-Ausgaben. Reduziert man auch die Gesamtausgaben der Krankenkassen um diese Effekte, verringert sich deren Anstieg auf 7,1 Prozent. Die Krankenhäuser bleiben also mit ihren 6,3 Prozent unter dem Steigerungswert der Gesamtausgaben.
Dass die Ausgaben überhaupt so deutlich über dem Inflationswert gestiegen sind, liegt vor allem an den politisch und gesellschaftlich gewollten Einkommenszuwächsen für die Beschäftigten in der Gesundheitsversorgung. Kostentreiber sind die Krankenhäuser selbst aber auf keinen Fall.
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