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Mahlzeiten im Krankenhaus sind häufig nicht gerade schmackhaft. Gleichzeitig ist unsere Ernährungsweise ein wesentlicher Treiber des Klimawandels. DKG und Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit haben ein Projekt gestartet, um beides zu verändern. Krankenhausessen soll besser, gesünder und nachhaltiger werden.
„Das Gesundheitswesen als Treiber der Ernährungstransformation“ ist der Name des Projekts, das Anfang 2026 gestartet ist und bis in den Sommer 2027 laufen soll. „Uns geht es darum, die Krankenhäuser zu unterstützen. Dafür wollen wir Blaupausen entwickeln und herausfinden, was bereits funktioniert, wie die Häuser ihre Umstellung geschafft haben, was nicht funktioniert und welche Hürden es gibt“, erklärt DKG-Projektverantwortliche Maike Visarius. Am Ende soll es Best-Practice-Beispiele aus Kliniken und einen Katalog mit Erfahrungswerten geben. Klimamanagerinnen und -manager, Küchen und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer in den Kliniken sollen so unterstützt werden.
Themen sind nicht nur erfolgreiche Wege zu nachhaltiger und guter Ernährung, sondern auch mögliche Hindernisse im System. Das können zum einen Lieferengpässe sein, denn Bio-Produkte sind nicht immer so verlässlich in großer Menge verfügbar wie konventionelle Landwirtschaftserzeugnisse. Vor allem aber stehen die Krankenhäuser finanziellen Hürden gegenüber. Die chronische Unterfinanzierung der Kliniken führt zu Spardruck auch in den Küchen. Aber es gebe auch Potential, Ausgaben zu reduzieren, so Visarius. Weniger wegwerfen durch besser auf die Patientenwünsche optimierte Portionsgrößen oder weniger teures und oft ungesundes und klimaschädliches Fleisch bieten sogar Einsparmöglichkeiten.
Im Idealfall sollen Krankenhäuser die Vorreiterrolle für gute und nachhaltige Mahlzeiten auch für andere öffentliche Einrichtungen wie Pflegeheime oder Schulen einnehmen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.
Eine Umfrage unter den Krankenhäusern zum Thema Ernährung hat bereits stattgefunden. Die zahlreichen Antworten werden gerade ausgewertet. Hier liegt auch die Stärke der DKG als Partner in diesem Projekt: Der direkte Kontakt in die Kliniken und dass diese sich darauf verlassen können, nicht für die Interessen Dritter instrumentalisiert zu werden.
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