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Die Weltgesundheitsversammlung, das Entscheidungsgremium der WHO, hat am Dienstag in Genf ein internationales Pandemieabkommen verabschiedet. Das Abkommen verpflichtet die WHO-Mitgliedstaaten, Informationen schneller zu teilen, Lieferketten transparenter zu gestalten und die weltweite Zusammenarbeit bei der Prävention, Vorsorge und Bekämpfung von Pandemien zu stärken. Es ist kein bindender Vertrag, aber ein politisches Signal: Gesundheitsschutz ist globale Verantwortung.
Mit dabei war die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, Prof. Dr. Henriette Neumeyer. Sie war als Teil einer Delegation der International Hospital Federation (IHF) in Genf. Die IHF hat als „Non-State Actor“ den zweijährigen Verhandlungsprozess aktiv mitbegleitet.
Auch vor Ort in Genf und in ihrer Funktion auf ihrer ersten Auslandsreise war die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Sie sprach sich deutlich für mehr internationale Zusammenarbeit und eine starke WHO aus. Die Bundesregierung erhöht ihren Beitrag zur WHO um weitere 10 Millionen Euro – ein wichtiges Zeichen in bewegten geopolitischen Zeiten.
Der Beschluss ist kein Selbstläufer, aber ein Anfang. Jetzt kommt es darauf an, dass den Worten Taten folgen – und die Lehren aus der COVID-19-Pandemie nicht nur auf dem Papier stehen.
Auf dem Foto: Stellv. DKG-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Henriette Neumeyer und WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus
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