Der Bericht enthält die Meldung über die Zahl der am Stichtag 30.06.2010 besetzten Stellen im stationären Bereich für das laufende Jahr und das Folgejahr sowie deren regionale Verteilung.
Seit In-Kraft-Treten der gemeinsamen Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin im ambulanten und stationären Bereich am 01.01.2010 wird für die Angabe der besetzten Stellen die Kennzahl der „Vollzeitäquivalente“ verwendet. Die Vollzeitäquivalente entsprechen der Zahl der auf Normalarbeitszeit umgerechneten Beschäftigungsverhältnisse. Sie ergeben sich, indem das Arbeitsvolumen durch die Stundenzahl dividiert wird, die normalerweise im Durchschnitt je Vollarbeitsplatz im geleistet wird. Eine direkte Vergleichbarkeit mit den Zahlen in den bis zum 31.12.2009 auf der Grundlage der alten Vereinbarung erstellten Quartalsberichte ist daher nicht gegeben.
In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals zusammenfassend über die wichtigsten Änderungen im stationären Sektor informieren, die bereits seit dem 01.01.2010 gültig sind:
Kein Stellenkontingent:
Die Kontingentierung der Förderstellen für die einzelnen Bundesländer ist durch die neue Vereinbarung aufgehoben. Die Anzahl der von den Kostenträgern zu fördernden Weiterbildungsstellen für den ambulanten und stationären Bereich wurde auf mindestens 5.000 Stellen festgesetzt. Die Förderung erfolgt pro besetzter Stelle.

Förderbeträge:
Die Förderhöhe für Weiterbildungsabschnitte im Fachgebiet Innere Medizin mit ihren Schwerpunkten verbleibt im stationären Sektor gemäß § 4 Abs. 3 S. 1 der Vereinbarung bei 1.020 Euro pro Monat und Vollzeitstelle. Für Weiterbildungsabschnitte in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (z.B. Chirurgie, Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin etc.) wurde die Förderdumme 1.750 Euro pro Monat und Vollzeitstelle erhöht.

Darüber hinaus können gemäß § 4 Abs. 7 der Vereinbarung zukünftig auch für die hausärztliche Weiterbildung relevanten Weiterbildungskurse einmalig mit 150 Euro gefördert werden, sofern das Krankenhaus einen mindestens gleich hohen Zuschuss zahlt.
Antragsverfahren:
Das bisherige Antragsverfahren bleibt im Grundsatz erhalten, Anträge und Nachweise sind weiterhin bei der Registrierstelle der DKG einzureichen. Auch die Auszahlung der Förderbeträge an die Krankenhäuser erfolgt über die DKG. Neu ist eine erweiterte rückwirkende Antragsfrist von sechs Monaten.
Weiterbildungsmaßnahmen ab dem 1. Januar 2010, die bis zum 31.Dezember 2009 beantragt und entsprechend der Fördervereinbarung 2001 registriert wurden, erfolgen ab dem 1. Januar 2010 zu den Bedingungen der Fördervereinbarung 2010. Eine erneute Beantragung gemäß Nr. 3.1 der Anlage II der Vereinbarung ist nicht erforderlich.
Koordinierungsstellen auf Landesebene (§ 5 der Vereinbarung).
Die Koordinierungsstellen auf Landesebene sollen von Landeskrankenhausgesellschaft, Kassenärztlicher Vereinigung und Landesärztekammern eingerichtet werden. Die Verbände der Krankenkassen auf Landesebene können sich ebenfalls beteiligen. Aufgabe der Koordinierungsstelle sollen die Organisation und Koordination der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin auf regionaler bzw. überregionaler Ebene sein.
Bitte informieren Sie die Ihnen angeschlossenen Krankenhäuser bzw. Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen entsprechend. Darüber hinaus bitten wir die Landeskrankenhausgesellschaften, diesen Bericht den Koordinierungsstellen auf Landesebene zur Verfügung zu stellen. Wir empfehlen, den Bericht auch den zuständigen Landesministerien zugänglich zu machen.