Es ist eine alltägliche Erfahrung: Jemand stürzt, bricht sich den Schenkelhals. Die Verletzung, der Blutverlust, der Schmerz, die Narkose, die Operation, die fremde Krankenhauswelt - das Leben ist von einer Sekunde zur anderen aus den Fugen geraten. Wenn das alles einfach zu viel wird, dann reagieren manche Menschen mit einem akuten Verwirrtheitszustand, dem Delir. Ein Delir müssen nicht immer Halluzinationen sein, ein aggressiv werden oder toben lassen. Es gibt auch eine leise Form des Delirs, den inneren Rückzug. Dann wird die Alltagsrealität nicht mehr erkannt und verstanden. Häufig sind die Konzentration und die Merkfähigkeit nach einem schweren Delir nicht mehr wie früher. Für manche Patienten endet ein schweres Delir mit einem Heimaufenthalt, weil sie nicht mehr selbstständig zuhause Leben können.

Das Klinikum Neumarkt hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine sehr persönliche, warmherzige, individuelle Betreuung und Begleitung durch neu speziell qualifiziertes Betreuungspersonal, die Entstehung eines perioperativen Delirs zu verhindern bzw. in der Ausprägung zu reduzieren. Es geht also nicht darum, ein schon bestehendes Delir zu behandeln, sondern das Hauptziel ist die Prävention.

Mehr können Sie unter http://www.pflege.klinikum-neumarkt.de/989-Delirprophylaxe.html erfahren.

Im Rahmen eines vom Freistaat Bayern und der Donauer-Stiftung geförderten Projektes wurde diese spezialisierte Betreuung zur perioperativen Delirprophylaxe etabliert.