An Demenz erkrankte Menschen sind oft orientierungslos, haben erhöhten Bewegungsdrang, sind oft schlichtweg überfordert mit der Situation Krankenhaus und neigen daher zu Angstzuständen oder gar einer Verweigerungshaltung im Behandlungsverlauf. Gerade bei einem stationären Aufenthalt profitieren die Patienten und Patientinnen hier von der besonderen Tagesbetreuung in eigens dafür liebevoll eingerichteten Räumen mit Ritualen, festen Bezugspersonen und festem Tagesrythmus. Die Räume bieten Möglichkeiten der Entspannung, der Bewegung und vor allem dem Aufspüren alter Erinnerungen. Überall liegen und hängen Gegenstände aus dem Alltag oder aus der Vergangenheit. Es gibt Bücher, Postkarten und Bilderbücher aus den 1930er bis 1950er Jahren. Es gibt Musikinstrumente, Handarbeitsmaterialien und eine gut ausgestattete Küche um Menschen mit Demenz in den Alltag zurückzuführen und kognitiv zu aktivieren. Täglich wird durch gut geschultes Fachpersonal und interessierte Ehrenamtliche ein spezielles Angebot für die Besucher des Sophienstübchens erstellt, was nicht nur die akutstationäre, somatische Behandlung unterstützt, sondern die Patienten auch in das Hier und Jetzt zurückbringt.

Das Team des Sophienstübchens bietet darüber hinaus in Sprechstunden eine individuelle Beratung für Angehörige an. Durch das tägliche „Zusammenleben“ mit den Patienten und Patientinnen kann hier individuell auf die Bedürfnisse und Lebensumstände eingegangen werden.