Das IQWiG bewertete auf Basis von 9 randomisierten und 4 prospektiv vergleichenden Studien den Nutzen der Bade-PUVA-Therapie, der asynchronen Photosoletherapie und der synchronen Balneophototherapie für die Indikation Psoriasis vulgaris und letztere auch für die Indikation atopische Dermatitis. Dabei kommt das IQWiG zu dem Ergebnis, dass die Bade-PUVA und die asynchrone Photosoletherapie für Patienten mit Psoriasis vulgaris Vorteile im Hinblick auf die Besserung des Hautbeschwerdebildes und geringere unerwünschte Wirkungen gegenüber den Vergleichstherapien (u. a. trockene UVB-Therapie, orale PUVA) zeigen. Ebenso profitierten diese Patienten von der synchronen TOMESA-Therapie. Allerdings sei die Frage der Kanzerogenität der Bade-PUVA im Vergleich zur oralen PUVA auf Basis der derzeit verfügbaren Studien nicht abschließend zu klären.
Bei der Indikation atopische Dermatitis wurden keine Belege, aber Hinweise für einen Nutzen durch die synchrone Balneophototherapie gefunden.

Eine sektorenübergreifende Expertengruppe innerhalb des G-BA setzt sich nun im Rahmen ihres Bewertungsauftrages mit den Empfehlungen des IQWiG auseinander, um eine Empfehlung über den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit vorzulegen. Über neue Entwicklungen zu diesem Beratungsthema werden wir Sie zeitnah informieren.