In einer Pressemitteilung kommt das IQWiG zu dem Schluss, dass bei koronarchirurgischen Eingriffen ein statistischer Zusammenhang hinsichtlich der Menge der erbrachten Leistung und der Ergebnisqualität anhand deutscher Versorgungsdaten derzeit nicht nachweisbar ist. Das Risiko nach der Operation in der Klinik zu versterben oder sich  zu infizieren hängt in Deutschland nicht von der Fallzahl koronarchirurgischer Operationen der jeweiligen Klinik ab.

Das IQWiG hebt in der Pressemitteilung hervor, dass aus seiner Sicht "die Qualität der derzeit verfügbaren Daten höchst unklar und die Aussagekraft der Ergebnisse deshalb stark eingeschränkt sei". Die DKG hatte bereits im Vorfeld der schriftlichen Anhörung zum Vorbericht festgestellt, dass die Argumentationsweise und Bewertung der Autoren hinsichtlich der Validität der untersuchten BQS-Daten nicht dem hohen wissenschaftlichen Standard des Berichtes im Übrigen entspricht. Die vom IQWiG getroffene Bewertung zu der Aussagefähigkeit der Ergebnisse des Berichtes wird von der DKG nicht geteilt.

Der umfangreiche Abschlussbericht ist auf den Seiten des IQWiG unter www.iqwig.de/index.437.html eingestellt. Es ist beabsichtigt, in den Gremien des Gemeinsamen Bundesausschusses über das weitere Umgehen mit den Ergebnissen des Berichtes zu beraten. Die Geschäftsstelle wird kurzfristig darüber informieren.