Im Epidemiologischen Bulletin Nr. 5 vom 04.02.2005 wurde über die Inhalte der Tagung und Schwerpunkte des Vorgehens zur Intensivierung der Umsetzung von Präventionsstrategien ausführlich berichtet. Die Entwicklung der epidemiologischen Situation bei Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) mit einem seit Jahren ungebrochenen ansteigenden Trend der Verbreitung gibt Anlass zur Sorge und ist ein infektiologisches Problem höchsten Ranges. Die medizinisch und ökonomisch dringend notwendige Begrenzung des Problems erfordert von allen Betroffenen ein konsequentes und abgestimmtes Handeln, da der Erfolg von Präventionsbemühungen in Einrichtungen mit gutem MRSA-Management durch weniger umsichtigen Umgang in anderen Zusammenhang gefährdet bzw. ihr Umfang unnötig erhöht wird. Die Tagung machte deutlich, dass die zunehmende MRSA-Problematik nur als Gesamtkomplex aus Antibiotika-Selektionsdruck und Kontaktübertragung verstanden werden kann und nur durch die konsequente Etablierung eines MRSA-Managements mit den Teilaspekten Screening, Hygienemaßnahmen, Sanierung und kontrolliertem Antibiotikaeinsatz in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens zu bewältigen ist. Weiterführende Informationen finden Sie zu dieser Thematik im Internet unter www.rki.de, Rubrik Krankenhaushygiene