Nach § 132d Abs. 2 SGB V legt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen unter Beteiligung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Vereinigung der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene, der Spitzenorganisation der Hospizarbeit und der Palliativversorgung sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Empfehlungen

1. die sächlichen und personellen Anforderungen an die Leistungserbringung,

2. Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Fortbildung,

3. Maßstäbe für eine bedarfsgerechte Versorgung mit spezialisierter ambulanter Palliativ-versorgung fest.

Mit Beschluss des Vorstandes des GKV-Spitzenverbandes vom 05.11.2012 wurden geänderte Empfehlungen nach § 132d Abs. 2 SGB V in Kraft gesetzt. Diese lösen die Empfehlungen vom 23.06.2008 ab. Die Änderungen betrafen unter anderem folgende Aspekte:

-    Spezifizierung der Ausführungen zur Feststellung des Versorgungsbedarfes in den einzelnen Regionen (Ziff. 2.4)

-    Empfehlung an die Vertragspartner, Regelungen zur Übermittlung der Verordnung in den Verträgen zu treffen, um die 3-Tage-Frist zu wahren (Ziff. 3.1)

-    Hinweis auf die Berechtigung als in der SAPV tätiger Arzt auf die in der vertragsärztlichen Versorgung vereinbarten Verordnungsvordrucke für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel zurückgreifen zu können (Ziff. 3.4)

-    Berücksichtigung/Benennung von Strukturen der Kinderpalliativmedizin, wie z.B. Kinderhospizdiensten bei den organisatorischen Voraussetzungen (Ziff. 4)

-    Vorhaltung eines Notfallvorrats an Betäubungsmitteln (Ziff. 4.4)

-    Spezifizierung, dass Erfahrung zur ambulanten Palliativbehandlung auch durch Mitarbeit bei Leistungserbringern der SAPV gewonnen werden kann (Ziff. 5.2)

-    Aufnahme eine Mindestanzahl (75) von Palliativpatienten zur Konkretisierung der Erfahrung aus der ambulanten palliativen Pflege (Ziff. 5.3)

-    Hinweis, dass im Falle der ausschließlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen bei den personellen Anforderungen abweichende Regelungen zur Anzahl bisher versorgter Palliativpatienten getroffen werden können (Ziff. 5.2 und 5.3)

-    Vorhaltung pädiatrischer, ärztlicher und pflegerischer Expertise bei Leistungserbringern, die neben Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche versorgen (Ziff. 5.5)

-    Übergangsregelungen für Ärztinnen oder Ärzte bzw. Pflegekräfte, die die berufspraktische Erfahrung nicht vollständig erfüllen (Ziff. 5.6)