Das InEK hat nunmehr dem § 1 Abs. 3 Satz 2 der oben genannten Vereinbarung zu Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden entsprechend am 01.02.2005 auf der Homepage der Selbstverwaltung für das G-DRG-System unter www.g-drg.de eine Liste der Anfragen mit dem dazugehörigen Prüfergebnis inklusive der Anzahl der anfragenden Krankenhäuser veröffentlicht.

Für das InEK war in diesem Zusammenhang einerseits zu prüfen, ob für das anfragende Krankenhaus in den vergangenen Jahren die Möglichkeit bestand, eine sachgerechte Vergütung für die angefragten Methoden/Leistungen durch eine Beteiligung am so genannten strukturierten Dialog zu erreichen. Im Rahmen der Umsetzung genügten Verfahren, die vor dem Jahre 2001 in den deutschen Krankenhäusern bereits etabliert waren, nicht den Kriterien der NUB-Vereinbarung.

Bezüglich des weiteren Prüfkriteriums der sachgerechten Vergütung wurde vom InEK andererseits untersucht, ob die plausiblen Mehrkosten bei der Erbringung der angefragten Methode/Leistung im Verhältnis zu den typischerweise bei diesen Fällen vergüteten DRG’s von relevanter Höhe waren.

Fristgerecht bis zum 31.10.2004 waren beim InEK insgesamt 3.464 Anfragen zu 983 Themenkomplexen eingegangen.

Gemäß der Sonderbestimmung im  § 2 Abs. 2 der Vereinbarung sollte InEK aufgrund der immens hohen Anzahl die Anfragen entsprechend einer Priorisierung bis zum 31.01.2005 bearbeiten. Bei allen bis dahin nicht abschließend geprüften Anfragen wurden die Krankenhäuser darüber entsprechend in Kenntnis gesetzt. Der § 6 Abs. 2 Satz 5 KHEntgG (in der Fassung des zweiten Fallpauschalenänderungsgesetzes) erlaubt in diesen Fällen eine Vereinbarung der Vertragspartner nach § 11 KHEntgG, auch wenn keine Antwort auf die Anfrage seitens des InEK vorliegt.

Die Prüfergebnisse sind in der Auflistung in drei Kategorien (Status 1 bis 3) dargestellt.
Von den 3.464 Anfragen wurden 809 Anfragen mit Status 1, 1.752 Anfragen mit Status 2 und 903 Anfragen mit Status 3 beantwortet.

Status 1:  Die angefragten Methoden/Leistungen erfüllen die Kriterien der NUB-  Vereinbarung. Für diese ist gemäß § 1 Abs.1 der NUB-Vereinbarung für das Jahr 2005 die Vereinbarung eines krankenhausindividuellen Entgeltes gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG zulässig.

Status 2:  Die angefragten Methoden/Leistungen erfüllen die Kriterien der NUB-  Vereinbarung für das Jahr 2005 nicht. Für diese ist auf Grundlage des § 1 der NUB-Vereinbarung für das Jahr 2005 die Vereinbarung eines   krankenhausindividuellen Entgeltes gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG nicht zulässig.

Status 3:  Die angefragten Methoden/Leistungen konnten innerhalb der gesetzten Frist nicht vollständig bearbeitet werden. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 5 KHEntgG (i.d.F. 2. FPÄndG) kann in diesen Fällen eine Vereinbarung der Vertragspartner nach § 11 KHEntgG erfolgen, auch wenn keine Beantwortung der Anfrage seitens des InEK vorliegt.