Es wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Anpassung von Deckblatt und Präambel
  • Anpassung von OPS-Kodes, OPS-Überleitung von Version 2016 auf die Version 2017
  • Aufnahme neuer OPS-Kodes
  • Anmerkungen zum AOP-Katalog 2017 entsprechend Protokollnotiz zur Sitzung der AG Katalog am 03.11.2006

Der bisherige Aufbau des Kataloges bleibt unverändert. Grundlage der Überleitung von der OPS-Version 2016 auf die OPS-Version 2017 waren wie gewohnt die vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichten OPS-Überleitungstabellen. Anpassungsbedarf ergab sich für die Abschnitte 1 und 2 des Kataloges.

Die Anpassungen im Abschnitt 1 des Kataloges betreffen Kodes für Unterbindung, Exzision und Stripping von Varizen, Konisation und Rekonisation der Cervix uteri, Entfernung von Transfixationsschrauben, Mehrdimensionale Osteotomie am Os metatarsale I, Eingriffe an Humeroradialgelenk und Ellenbogengelenk sowie Naht oder Plastik des Kapselbandapparates des Ellenbogengelenkes. Die Änderungen im Abschnitt 2 des Kataloges erfolgten für Kodes zur Abbildung von lokaler Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe des Dickdarmes, geschlossener Reposition von Gelenkluxationen ohne Osteosynthese an Humeroradialgelenk bzw. Ellenbogengelenk (n.n.bez.) sowie (perkutan-)transluminalen Gefäßinterventionen. Der Abschnitt 3 des Kataloges blieb unverändert.

Neben den hier aufgeführten Kodeänderungen bzw. – ergänzungen ergaben sich durch den OPS 2017 zusätzlich für eine Reihe von Leistungen der Abschnitte 1 und 2 des AOP-Katalogs auch Änderungen der OPS-Texte. Die jeweiligen Kodes blieben jedoch unverändert. Ausführliche Erläuterungen zur Kataloganpassung können den im (inoffiziellen) Zip-Archiv „Informationsdateien 2017“ enthaltenen Dateien entnommen werden.

Laut Präambel des AOP-Kataloges beinhaltet der Abschnitt 1 des Kataloges ambulant durchführbare Operationen und sonstige stationsersetzende Eingriffe gem. § 115b SGB V, die im EBM in Anhang 2 zu Kapitel 31 enthalten sind. Abrechnungsgrundlage ist der jeweils gültige EBM. Da die Anpassung des Anhangs 2 des EBM an den OPS 2017 wie in den Vorjahren nicht zum 01.01. sondern zum 01.04.2017 erfolgen wird, wurde mit Blick auf die große Bedeutung der rechtzeitigen Bereitstellung des AOP-Kataloges für die Krankenhäuser von den Vertragspartnern erneut ein Kompromiss im Sinne einer „Fußnotenregelung“ herbeigeführt. In der Präambel des Kataloges wurde der entsprechende Passus angepasst:

„Die Anpassung des Anhangs 2 des EBM an den OPS 2017 tritt zum 01.04.2017 in Kraft. Die Abrechnung der Leistungen des AOP-Kataloges erfolgt auf der Grundlage des jeweils zum Zeitpunkt der Leistungserbringung gültigen Anhangs 2 des EBM. Für die mit den Fußnoten (*¹),(*²),(*³),(*⁴),(*⁵),(*⁶),(*⁷),(*⁸),(*⁹),(*¹⁰),(*¹¹) oder (*¹²) gekennzeichneten Leistungen ist bis zum Zeitpunkt der Anpassung des Anhangs 2 des EBM an den OPS 2017 die in der jeweiligen Fußnote angegebene Kategorie gemäß der ebenfalls in der jeweiligen Fußnote angegebenen Gebührenordnungsposition des Abschnitts 31.2 des EBM abzurechnen. Die Leistungen sind im AOP-Katalog farblich hervorgehoben. Für die Operationen und Eingriffe des Abschnittes 1 gilt die Leistungsbeschreibung des OPS.“

Den ab dem 01.01.2017 gültigen Katalog, gegliedert in die Abschnitte 1 bis 3, mit Deckblatt und Präambel finden Sie im Downloadbereich der DKG-Homepage (www.dkgev.de) in dem Zip-Archiv „AOP-Katalog 2017“. Hierin enthalten sind auch die „Anmerkungen zum AOP-Katalog 2017 entsprechend der Protokollnotiz zur Sitzung der AG Katalog nach § 115b SGB V am 03.11.2006“. Es handelt sich hierbei um notwendige Erläuterungen, die sich aus Besonderheiten des EBM ergaben und weiterhin gültig sind.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit der vorgenommenen Änderungen stellt die DKG-Geschäftsstelle im Zip-Archiv „Informationsdateien 2017“ auf den Internetseiten der DKG zusätzlich (inoffizielle) tabellarische Informationsdateien über alle relevanten Änderungen, die sich aus der Kataloganpassung für 2017 ergaben, sowie ergänzende Hinweise zur Anpassung des Katalogs zur Verfügung.

Nach § 1 des Vertrages nach § 115b Abs. 1 SGB V bedarf es zur Erbringung von Leistungen des AOP-Kataloges einer maschinenlesbaren Mitteilung des Krankenhauses an die zuständigen Landesverbände der Krankenkassen und die Verbände der Ersatzkassen, die Kassenärztliche Vereinigung und den Zulassungsausschuss. Hierzu ist laut Vertrag das zwischen dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft abgestimmte Meldeformular zu verwenden. Dieses steht ebenfalls auf der DKG-Homepage zum Download bereit.

Sobald das Unterschriftenverfahren zur Änderungsvereinbarung des Vertrages nach § 115b Abs. 1 SGB V abgeschlossen ist, werden wir Sie darüber in Kenntnis setzen. Bis dahin stehen die veröffentlichten Dateien unter dem Vorbehalt der Veröffentlichung des EBM und des Abschlusses des Unterschriftenverfahrens.