Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat auf seiner Homepage (www.dimdi.de) unter der Rubrik Klassifikationen/FAQ im Bereich OPS folgende neue FAQs veröffentlicht:

1. FAQ Nr. 5006: Beinhaltet der OPS-Kode 5-808 (Arthodese) auch eine eventuelle Korrektur der Achse und der Aufarbeitung des Gelenks?

Diese FAQ legt fest, dass der OPS-Kode 5-808 (Arthodese) die Versteifung des Gelenks inklusive Korrektur der Achsenstellung durch (Keil-)Resektion und/oder (Keil-)Osteotomie der Gelenkflächenanteile beinhaltet. Eine Anfrischung der gelenkseitigen Knochenpartner (z.B. in Form von Bohrungen) wird nicht gesondert kodiert.

2. FAQ Nr. 8030: Was ist in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.d unter den „drei-dimensionalen Mappingverfahren“ zu verstehen?

Die OPS-Kodes aus 8-835.8 und 8-835.d „Ablation mit Hilfe dreidimensionaler Mapping-verfahren…“ beziehen sich auf dreidimensionale, elektroanatomische Mappingverfahren. Die verwendeten Systeme (z.B. CARTO-System, EnSite Array, EnSite NavX, EPLogix) erlauben sowohl eine 3D-anatomische Darstellung als auch eine 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung (z.B. Aktivierungsmaps, Voltage Maps, Impendence Maps und CFAE-Maps). Mappingverfahren, die lediglich zur anatomischen Orientierung im Raum dienen und nicht über die beschriebenen Möglichkeiten der 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung verfügen, sind keine Mappingverfahren im Sinne der OPS-Kodes aus
8-835.8 bzw. 8-838.d.


3. FAQ Nr. 8028: Wann beginnt eine palliativmedizinische Komplexbehandlung
(8-982) oder eine spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung (8-98e)?

Nach Aussage dieser FAQ beginnen die beiden oben genannten palliativmedizinischen Komplexbehandlungen, wenn ein palliativmedizinisches Basisassessment nach
OPS 1-774 durchgeführt oder begonnen wurde und der in den Mindestmerkmalen der oben genannten Kodes aufgeführte individuelle palliativmedizinische Behandlungsplan erstellt worden ist.

4. FAQ Nr. 8029: Wer kann die Rolle des „fallbezogenen Koordinators“ zur Begleitung des Patienten für die Kodes aus 8-98e (palliativmedizinische Komplexbehandlung) übernehmen?

Der in den Mindestmerkmalen der oben genannten OPS-Kodes aufgeführte „fallbezogene Koordinator“ ist ein für die „Gesamtbelange“ des Patienten verantwortliches Teammitglied. Dieses soll als Ansprechpartner für Patient und Angehörige in der Planung der weiterführenden Versorgungsangebote dienen und koordiniert ggfs. die Überleitung in weiterbetreuende Einrichtungen. Prinzipiell kann diese Funktion fallbezogen von jedem Teammitglied wahrgenommen werden. Die Dokumentation erfolgt im Einzelfall z.B. durch Benennung in der Patientenakte oder strukturell durch Benennung eines Case-Managers.