Diese beinhalten die Anfragen mit dem dazugehörigen Prüfergebnis sowie der jeweiligen Anzahl der anfragenden Krankenhäuser (Anlage 1 und Anlage 2).

Gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG sollen die Vertragsparteien nach § 11 für die Vergütung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB), die mit den Fallpauschalen und Zusatzentgelten nach § 7 Satz 1 Nr. 1 und 2 noch nicht sachgerecht vergütet werden können und die nicht gemäß § 137c des Fünften Buches Sozialgesetzbuch von der Finanzierung ausgeschlossen worden sind, zeitlich befristete, fallbezogene Entgelte oder Zusatzentgelte vereinbaren. Vor der Vereinbarung einer gesonderten Vergütung hat das Krankenhaus bis spätestens zum 31. Oktober von den Vertragsparteien nach § 9 eine Information einzuholen, ob die neue Methode mit den bereits vereinbarten Fallpauschalen und Zusatzentgelten sachgerecht abgerechnet werden kann.

Nach Angaben des InEK sind insgesamt 15.571 Anfragen eingegangen. Diese entsprechen 563 inhaltlich verschiedenen Methoden/Leistungen.

Davon erfüllen 77 angefragte Methoden/Leistungen die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien und wurden mit Status 1 bewertet. Für diese Methoden/Leistungen ist gemäß § 1 der NUB-Vereinbarung für das Jahr 2011 die Vereinbarung eines krankenhausindividuellen Entgeltes gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG zulässig.

450 angefragte Methoden/Leistungen erfüllen die Kriterien der NUB-Vereinbarung nicht und wurden somit mit Status 2 bewertet. Für diese Methoden/Leistungen ist gemäß § 1 der NUB-Vereinbarung für das Jahr 2011 die Vereinbarung eines krankenhausindividuellen Entgeltes gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG nicht zulässig.

Der Status 3 für angefragte Methoden/Leistungen, die innerhalb der festgesetzten Frist nicht vollständig bearbeitet werden konnten, wurde wegen vollständiger Bearbeitung aller Anfragen nicht vergeben.

Mit Status 4 wurden 25 angefragte Methoden/Leistungen bewertet, bei denen die mit der Anfrage übermittelten Informationen unplausibel oder nicht nachvollziehbar waren. Das InEK hat die anfragenden Krankenhäuser darauf hingewiesen, dass für Methoden/Leistungen mit Status 4 in begründeten Einzelfällen krankenhausindividuelle Entgelte vereinbart werden können, soweit noch keine Budgetvereinbarung für das Jahr 2011 vorliegt.

Für 9 angefragte Methoden/Leistungen wurde ein inhaltlich differenzierter Status vergeben. So wurde beispielsweise für nicht koronare medikamentenbeschichtete Ballonkatheder der Status 1 und für koronare medikamentenbeschichtete Ballonkatheder der Status 2 vergeben.

Bei zwei Methoden/Leistungen (normotherme und pulsatile Organkonservierung des Herzens sowie erweitertes Ex-vivo Lungen Behandlungs-, Diagnose- und Transport-System) wurde die Festlegung des Status 2011 bis zur abschließenden Entscheidung durch die Selbstverwaltungspartner nach § 17b KHG ausgesetzt.