Für den im OPS Version 2011 überarbeiteten Kodebereich 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlung des Schlaganfalls (mit und ohne Anwendung eines Telekonsildienstes) wurde klargelegt, dass als regionales Netzwerk eine Zusammenarbeit von Kliniken in einem vertraglich geregelten Kooperationsverhältnis angesehen wird und die Entfernung von der Behandlungseinheit und der nächstgelegenen, als Beratungszentrum fungierenden überregionalen Stroke unit maximal 120 Kilometer betragen sollte. Zusätzlich wurden die Anforderungen an die „kontinuierliche strukturierte Dokumentation der Behandlungsqualität“ konkretisiert.

Desweiteren wurde klargestellt, dass zu der Erfüllung aller Kodes aus 8-98b, ob mit oder ohne Anwendung eines Telekonsildienstes, die Teilnahme eines Facharztes für Neurologie an den täglichen Visiten vor Ort mit physischer Präsenz erforderlich ist, dies aber im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit einer neurologischen Fachklinik bzw. Fachabteilung oder mit einem niedergelassenen Neurologen erfolgen kann. Die Einbindung eines Facharztes für Neurologie im Team vor Ort ist erforderlich. Allerdings wird explizit darauf hingewiesen, dass der Facharzt für Neurologie nicht ständig im Krankenhaus anwesend sein muss.

Konkretisiert wurde darüber hinaus, dass lediglich die primäre neurologische Untersuchung telekonsiliarisch durch eine als Beratungszentrum fungierende überregionale Stroke unit erfolgen kann. Es handelt sich hierbei um eine Videountersuchung in Zusammenarbeit mit einem vor Ort anwesenden und in der neurologischen (Video-) Untersuchung trainierten Arzt. In der Regel soll im Telekonsil auch eine neurologische Bewertung der zerebralen Bildgebung und ggf. anderer Untersuchungsbefunde stattfinden. Das Telekonsil wird in einem schriftlichen Befund dokumentiert.

Im Falle des Kodebereiches 8-918 Multimodale Schmerztherapie erfolgte eine Klarstellung, dass die Vergabe der Kodes grundsätzlich nicht von der Aufenthaltsdauer abhängig ist, sondern davon, dass eine ausreichende Zahl von Behandlungstagen erreicht wurde. Bei Nichterfüllung der spezifischen Bedingungen der Kodes, wenn z. B. an einem Tag keine ärztliche Visite und auch keine Teambesprechung durchgeführt wird, zählt lediglich der betroffene Tag nicht als Behandlungstag. Die Vergabe der Kodes aus 8-981 ist grundsätzlich davon abhängig, ob eine ausreichende Anzahl von Behandlungstagen vorliegt, das Kriterium der Therapieintensität ist nachrangig. Wenn eine Therapieunterbrechung erfolgt (z. B. aus therapeutischen Gründen), werden die Behandlungstage nach Beendigung der Unterbrechung weiter gezählt. Bei der Berechnung der Behandlungstage werden lediglich die Unterbrechungstage nicht berücksichtigt.

Eine weitere neu veröffentlichte FAQ klärt die Definition der im OPS mehrmals vorkommenden Bezeichnung Psychologe. Hiermit ist im OPS ein Diplompsychologe gemeint, der ein entsprechendes Studium an einer Hochschule mit dem Diplom abgeschlossen hat. Dem Diplomabschluss entsprechend ist ein Masterabschluss in Psychologie.