Die zahlreichen Vorschläge im Rahmen des Vorschlagsverfahrens zur Einbindung des medizinischen, wissenschaftlichen und weiteren Sachverstandes bei der Weiterentwicklung des G-DRG-Systems für das Jahr 2005 (Vorschlagsverfahren für 2005) haben zu einer umfangreichen Umstrukturierung des G-DRG-Systems und damit zu einer Anpassung an die deutsche Versorgungsrealität geführt.

Für die erfolgreiche Weiterentwicklung des G-DRG-Systems und zur Förderung dessen Akzeptanz sehen die Selbstverwaltungspartner auch in diesem Jahr die Notwendigkeit, externen Sachverstand einzubinden. Deshalb haben die Selbstverwaltungspartner das InEK erneut beauftragt, den strukturierten Dialog zur Einbindung des medizinischen, wissenschaftlichen und weiteren Sachverstandes zu führen und rufen zur erneuten Beteiligung an der Weiterentwicklung des G-DRG-Systems für 2006 auf.
Wir bitten Sie, auch Vorschläge für neuere Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bis zum 31. März 2005 beim InEK einzureichen. Das Verfahren gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG sollte primär solchen Leistungen vorbehalten bleiben, über die entweder neue Erkenntnisse nach dem regulären Vorschlagsverfahren (z.B. Zulassung eines Arzneimittels im April) gewonnen werden, oder wenn für Leistungen keine sachgerechte Finanzierung erreicht werden konnte, beispielsweise weil sie nur von vereinzelten Krankenhäusern erbracht werden und somit nicht die Kriterien für die Definition eines Zusatzentgeltes erfüllen. 

Das Vorschlagsverfahren für 2006 wurde am 29. November 2004 eröffnet. Es entspricht im Wesentlichen dem vorangegangenen Vorschlagsverfahren. Dazu hat das InEK auf seiner Internetseite (www.g-drg.de) folgende Unterlagen bereitgestellt:

• Verfahrensbeschreibung "Vorschlagsverfahren für 2006"
• Formblätter "Vorschlagsverfahren für 2006" (Anlage 2)

In diesem Jahr wurden die einzelnen Formblätter des "Tools zum Vorschlagsverfahren" im Sinne einer Vereinfachung überarbeitet und durch Ausfüllhinweise ergänzt.

Darüber hinaus wurde das für die Dokumentation und Übermittlung von Änderungs-vorschlägen erforderliche

• "Tool zum Vorschlagsverfahren für 2006"

als ausführbare Datei zum Herunterladen bereitgestellt.

Das "Tool zum Vorschlagsverfahren für 2006" ist zu verwenden und die Vorschläge für 2006 sind wie beim vorangegangenen Vorschlagsverfahren ausschließlich per E-Mail an das InEK zu übermitteln (Vorschlagsverfahren@inek-drg.de).

Auch wenn die Vorschläge für 2006 erst bis zum 31. März 2005 beim InEK eingegangen sein müssen, möchten wir Sie um eine möglichst frühzeitige Übermittlung der Vorschläge bitten. Nur bei Vorschlägen, die bis zum 28. Februar 2005 eingegangen sind, ist für das InEK im Falle von Unklarheiten bei komplexen Problemen eine Rückfrage beim Vorschlagenden möglich.

Die Vorschläge für Anpassungen der Diagnosen- und Prozedurenklassifikation (ICD-10-GM, OPS) sind bis zum 31. März 2005 beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) einzureichen.

Aufgrund der enormen Komplexität des Verfahrens zur Weiterentwicklung des        G-DRG-Systems möchten wir Sie darum bitten, die Empfehlungen für das Vorschlagsverfahren zu berücksichtigen, um ein strukturiertes Verfahren für die notwen-dige Weiterentwicklung des Systems zu ermöglichen.

Für eine schnellere Bearbeitung der Vorschläge und Erleichterung der Identifikation relevanter Vorschläge sollten diese möglichst nicht von Einzelpersonen, sondern über die entsprechenden Organisationen und Institutionen im Gesundheitswesen eingereicht werden. Ein Vorteil durch Einreichen von gleichen Vorschlägen über mehrere Organisationen ergibt sich nicht. Die Problembeschreibungen und die Lösungsvorschläge sollten möglichst genau formuliert sowie die Bedeutsamkeit und Auswirkungen nachvollziehbar erläutert werden.

Gemäß dem Beschluss der Selbstverwaltungspartner werden die Namen der Antragsteller sowie eine gekürzte Darstellung ihrer Vorschläge veröffentlicht.

Auch in diesem Jahr möchten wir Sie ganz herzlich darum bitten, die Deutsche Krankenhausgesellschaft nachrichtlich über Ihre Vorschläge für 2006 zu informieren (c.wutschik@dkgev.de), um uns die gezielte Förderung der Weiterentwicklung des G-DRG-Systems zu ermöglichen.