Ergänzend stehen nunmehr die G-DRG-Definitions-Handbücher in unterschiedlichen Versionen zur Verfügung. Während die Definitionshandbücher "G-DRG-Version 2004", die ab 01.01.2004 gültigen Klassifikationen (ICD-10-GM Version 2004 sowie OPS-301 Version 2004) berücksichtigen, sind in den Definitionshandbüchern G-DRG Version 2003 / 2004 noch die bis zum 31.12.2003 gültigen Klassifikationen enthalten. Gleichermaßen wurde der Referentenentwurf einer "Fallpauschalenverordnung besondere Einrichtungen 2004 (FPVBE 2004)" am 27.11.2003 vorgelegt. Nach Abschluss der Anhörungen wird hierzu die endgültige Fassung der Verordnung voraussichtlich noch zum Jahreswechsel unterzeichnet werden.

Die ab 01.01.2004 gültige G-DRG-Version 2004 sowie Bestimmungen der KFPV 2004 weisen umfangreiche Änderungen gegenüber der Vorversion auf. Maßgebliche Grundlagen für die erste Anpassung des Systems auf die deutsche Versorgungsrealität stellen neben standardisierten Analysen der Kalkulationsdaten die zahlreichen Eingaben im Rahmen des Vorschlagsverfahrens zur Einbindung des medizinischen, wissenschaftlichen und weiteren Sachverstandes dar.

Die Einbindung externen Sachverstandes hat sich im letzten Jahr sehr bewährt, so dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Spitzenverbände der Krankenkassen und der Verband der Privaten Krankenversicherung in der Sitzung des Krankenhausentgeltausschuss am 24.11.2003 sich für die Fortführung des Verfahrens ausgesprochen haben und erneut zur Beteiligung an der Weiterentwicklung des G-DRG-Systems für das Jahr 2005 aufrufen.

Auf Basis gesammelter Erfahrungen in diesem Jahr wurden in der oben genannten Sitzung zwei relevante Änderungen gegenüber dem Vorjahr beschlossen:

1)    Wenngleich die Abgabefrist erst am 31.03.2003 endet, bitten die Selbstverwaltungspartner dennoch um eine möglichst frühzeitige Übermittlung der Vorschläge. Nur bei Eingaben bis zum 29.02.2004 können im Falle von Unklarheiten bei komplexen Problemstellungen Rückfragen von InEK zur Präzisierung erfolgen. Aus diesem Grunde wird die Abgabe der Vorschläge bis zum 29.02.2004 empfohlen.

2)    Abweichend zum Vorjahr werden nur per E-Mail übermittelte Anträge entgegengenommen. Für diesen Zweck ist das "Tool zum Vorschlagsverfahren für 2005" im Download-Bereich des InEK (Vorschlagsverfahren Inek www.g-drg.de) zu verwenden.

Nachfolgend aufgeführte Probleme haben die Änderungen in der Vorgehensweise erforderlich gemacht:

Zu 1)   In diesem Jahr wurden nahezu alle Vorschläge (> 2.000 Einzelvorschläge) zeitgleich am 31.03.2003 eingereicht, so dass die aufwändige Aufbereitung der Vorschläge für die notwendigen Analysen erst zu einem sehr späten Termin begonnen werden konnte. Die damit verbundene extreme Arbeitsverdichtung erschwerte notwendige Rückfragen bei den Antragstellern. Um diese Problematik zu verhindern sowie eine sukzessive Bearbeitung der Vorschläge zu ermöglichen, wird die möglichst frühzeitige Abgabe dringend angeraten.

Zu 2)   Die Vorschläge wurden beim letzten Vorschlagsverfahren gleichzeitig über sämtliche Medien (E-Mail, Post und Fax) eingereicht. In zahlreichen Fällen konnte nur mit erheblichem Aufwand identifiziert werden, ob es sich um identische oder in einzelnen Teilen abweichende Vorschläge handelt, so dass erhebliche personelle Ressourcen allein für die Sichtung und Sortierung der Eingänge benötigt wurden. Basierend auf diesen Erfahrungen sollen die Vorschläge in diesem Jahr InEK ausschließlich per E-Mail zugesandt werden können.

Darüber hinaus wurden bei InEK zahlreiche Vorschläge zu DRG-relevanten Anpassungen der Klassifikationen (ICD und OPS) abgegeben. Dabei konnte häufig nicht nachvollzogen werden, ob diese Vorschläge gleichzeitig auch dem für die Anpassung der Klassifikationen zuständigen Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) vorgelegt wurden. Dies führte zu erheblichem Abstimmungsaufwand zwischen den beiden Instituten. Wir empfehlen daher, Anträge

für neue DRG-relevante Kodes, d.h. solche, die gleichzeitig mit dem Wunsch zur Anpassung der DRG-Klassifikation verbunden sind, in dem Detailformblatt "ICD/OPS-Zuordnung ändern" aufzuführen und diese auch als Vorschlag zur Anpassung der ICD/OPS kenntlich zu machen. Gleichzeitig sind die entsprechenden Kodes beim DIMDI zu beantragen. In dem Feld "Begründung" sollte die gleichzeitige Antragstellung beim DIMDI kurz bestätigt werden, um den Abstimmungsaufwand zwischen den beiden Organisationen zu verringern. Bitte beachten Sie, dass die Abgabefrist beim DIMDI bereits am 29.02.2003 endet.

Aufgrund der enormen Komplexität des Verfahrens zur Weiterentwicklung des Entgeltsystems bitten wir Sie, die Empfehlungen entsprechend zu berücksichtigen, damit ausreichend Zeit für die unverzichtbaren Anpassungen sowie die Weiterentwicklung des Systems verbleibt.

Wie bereits im Vorjahr informiert das InEK über das Vorschlagsverfahren und sammelt die Anträge ein. Wir bitten Sie daher, den Downloadbereich auf der Homepage der Selbstverwaltung bei InEK und die entsprechenden Formblätter für die Anträge zu nutzen. Die Frage des Umfanges einer Veröffentlichung der Anträge ist derzeit noch Gegenstand der Beratungen innerhalb der Selbstverwaltung, über deren Ergebnisse wir Sie kurzfristig informieren.